Erstellt am 22. September 2011, 14:59

Oberwarts Meistercoach Asceric: "Mannschaft schwächer". Äußerst spannend präsentiert sich die Ausgangslage vor dem Start zur neuen Saison der Admiral Basketball Bundesliga am 1. Oktober.

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 Weil das Personalkarussell heftig rotierte, scheint der Kampf um den Titel offener als noch in der Vorsaison. Bei Meister Oberwart gibt man sich jedenfalls zurückhaltend. "Der Titel war schwierig, aber die Verteidigung wird noch schwieriger", sagte Erfolgscoach Neno Asceric.

   Asceric geht wie zahlreiche seiner Kollegen mit einer an mehreren Positionen veränderten Mannschaft ins Rennen. Leithammel Bernd Volcic trat zurück, drei Legionäre (Kelvin Parker, David Gonzalvez, Tyrone Sally) wurden abgegeben, zwei neue (Drake Reed, Nikola Gacesa) geholt. Und mit David Jandl kehrte ein "Gunner" zurück. "Die Mannschaft ist sicher schwächer als in der Vorsaison", bekannte Asceric, zugleich Trainer des Nationalteams, offenherzig. "Wir sind aber jung und enthusiastisch. Ob das reicht, wird man sehen."

   Auch bei Vizemeister Gmunden gibt man sich nach den Abgängen von Deteri Mayes und Ian Boylan zurückhaltend. "Wir haben drei interessante Spieler geholt, sie sind jung und schnell. Aber es wird Zeit brauchen, um die Mannschaft zu formen", erklärte Coach Mathias Fischer.

   Ein weiterer Kandidat auf den Titel könnten auch die Kapfenberg Bulls sein. Nach dem etwas enttäuschenden Viertelfinal-Aus in der Vorsaison haben die Steirer, zuletzt 2004 Meister, ordentlich aufgerüstet. Mit Gmundens langjährigen Erfolgsgaranten Mayes tätigte man den aufsehenerregendsten Transfer der Sommerpause, holte zudem Teamspieler Thomas Schreiner, Filip Krämer (Gunners), Andreas Kuttnig (Piraten) sowie den belgischen 2,12-m-Center Mikhail Linskens. Auf der Bank löste Ante Perica Langzeitcoach Michael Schrittwieser ab.

   Weil die Wörthersee Piraten aus finanziellen Gründen ihren Rückzug antreten mussten, gehen erstmals seit der Saison 2004/05 nur noch elf Teams ins Rennen, womit ein Team pro Runde spielfrei bleibt. Damit gibt es 2011/12 auch keinen Absteiger, der Meister der 2. Liga würde - erfüllte Lizenzbedingungen vorausgesetzt - ohne Relegation aufsteigen.

   Für Liga-Präsident Karl Schweitzer ist die Reduzierung auch eine Folge der Professionalisierung. "Die Piraten haben die Bedingungen des Lizenzierungsverfahrens nicht erfüllt." Ab der Saison 2013/14 soll es aber ohnehin eine Zehnerliga geben. "Die Kluft zwischen den Top-Teams und den weniger gut aufgestellten Mannschaften ist zu groß", begründete Schweitzer.

   Schon in der neuen Saison zur Anwendung kommen die geänderten Ausländerbestimmungen. Demnach dürfen nur noch fünf Legionäre im Kader aufscheinen, ein Kontingent, das zur Gänze derzeit ohnehin nur von Traiskirchen ausgeschöpft wird. Insgesamt ist die Legionärsanzahl auf 40 gesunken. Die wenigsten Legionäre finden sich im Kader der Güssing Knights (2), die neben BC Vienna und UBC St. Pölten als größte Abstiegskandidaten gehandelt werden. Neu geregelt wurde auch der Transfermodus: Spielerwechsel sind nur bis zum Ende des Grunddurchgangs möglich.

   Der Aufgalopp zur neuen Saison steigt bereits an diesem Wochenende mit dem Supercup in Oberwart - der erstmals im Final-Four-Format gespielt wird. Am Samstag trifft Cupsieger Gmunden auf den Drittplatzierten der Vorsaison, Traiskirchen, und duellieren einander im zweiten Halbfinale die Gunners und Fürstenfeld (4.). Die Sieger bestreiten am Sonntag das Endspiel