Erstellt am 11. Februar 2013, 15:38

ÖEHV-Team freut sich auf "vielleicht Einmaliges". Österreichs Eishockey-Nationalteam darf sich nach zwölf Jahren wieder auf der größten Bühne präsentieren.

Die ÖEHV-Auswahl hat sich erstmals seit Salt Lake City 2002 für Olympia qualifiziert und trifft in Sotschi 2014 auf Titelverteidiger Kanada, Finnland und Norwegen. Ein 2:3 n.V. im entscheidenden Spiel am Sonntag gegen Deutschland hat der Mannschaft von Teamchef Emanuel Viveiros gereicht. "Ich bin richtig stolz auf diese Gruppe. Für viele ist es vielleicht einmalig in ihrer Karriere", erklärte Viveiros nach einer fast schlaflosen Nacht.

Das NHL-Trio aus Thomas Vanek, Michael Grabner und Andreas Nödl, sowie Thomas Pöck (Lake Erie Monsters/AHL) könnten zu ihrer ersten Olympia-Teilnahme kommen. Dafür müssen sich NHL und IIHF noch einigen. In Sotschi werden zwischen 12. und 16. Februar die drei Gruppenspiele absolviert, danach geht es am 18. Februar aller Voraussicht nach in ein Viertelfinal-Qualifikationsspiel.

Für Viveiros, der engagiert worden ist, das österreichische Nationalteam mittelfristig aufzubauen, ist es der zweite Erfolg nach der erfolgreichen B-WM im vergangenen Jahr. Viveiros nahm einige Änderungen im Kader vor, baute mehr auf großgewachsene Spieler Bernhard Starkbaum im Tor. Der zeigte, warum er auch in der starken schwedischen Liga einer der Top-Torhüter ist.

"Die Gefühle bei der Schlusssirene waren unglaublich", sagte Rafael Rotter. "Olympia erlebst du vielleicht nur einmal im Leben. So eine Truppe, die so gut zusammen hält, hat es schon lange nicht mehr gegeben", betonte er.

"Es gibt viel Positives", meinte daher auch Sportdirektor Alpo Suhonen. Der Verband hofft nun, dass sich die Qualifikation für Sotschi auch auf dem Sponsoren-Sektor positiv auswirkt.

In Deutschland, das auch bei der A-WM in Helsinki im Mai Gegner der Österreicher ist, herrscht dagegen Katerstimmung. Erstmals seit 1948, als Deutschland aus politischen Gründen nicht dabei war, fehlt ein DEB-Herrenteam bei Olympia.