Erstellt am 08. Mai 2011, 22:36

ÖEHV-Team unterlag Lettland und steigt ab. Österreichs Eishockey-Nationalmannschaft muss wie auch in den vergangenen Jahren gleich wieder aus der A-WM absteigen. Die ÖEHV-Truppe, bei der nach dem 3:2-Sieg über Slowenien am Samstag noch Hoffnung aufgekeimt war, musste sich am Sonntagabend in Kosice vor 2.500 Zuschauern im entscheidenden Relegationsspiel Lettland klar mit 1:4 (0:2,0:1,1:1) geschlagen geben.

Österreichs Eishockey-Nationalmannschaft muss wie auch in den vergangenen Jahren gleich wieder aus der A-WM absteigen. Die ÖEHV-Truppe, bei der nach dem 3:2-Sieg über Slowenien am Samstag noch Hoffnung aufgekeimt war, musste sich am Sonntagabend in Kosice vor 2.500 Zuschauern im entscheidenden Relegationsspiel Lettland klar mit 1:4 (0:2,0:1,1:1) geschlagen geben.

Den Ehrentreffer erzielte Thomas Raffl in der Schlussminute im Powerplay. Damit spielt Rot-weiß-rot im kommenden Jahr wieder in der Division 1. So wie 2005 in Wien und Innsbruck, 2007 in Moskau und 2009 in Bern und Zürich gelang es auch der Mannschaft von Bill Gilligan nicht, sich wieder unter den besten 16 Mannschaften der Welt zu etablieren.

Dabei hatte den Österreichern der Sieg gegen Slowenien am Vortag sichtlich Selbstvertrauen gegeben. Sie starteten mit Herz und machten Druck - vergaßen dabei aber auf die Defensive. Bukarts und Meija brachen zu einem Konter auf, hatten nur einen Verteidiger gegen sich und Bukarts brachte die Letten in Führung (6.). In der 14. Minute reagierte M. Redlihs bei einem Gestocher am schnellsten und erhöhte auf 2:0.

Während die Balten ihre Chancen verwerteten, blieb das Gilligan-Team bei ihren Versuchen viel zu harmlos. Und hatte bei einem Raffl-Schuss an die Stange (38.) auch Pech. Mit dem 3:0 im Powerplay durch Saulietis (23.) war die Partie gelaufen, die Letten entschieden auch das vierte WM-Duell in Serie für sich. Thomas Raffl sorgte in der Schlussminute für den Ehrentreffer.

Die Gründe für den neuerlichen Abstieg sind vielfältig. Das Fehlen der Top-Spieler Vanek, Grabner, Pöck, Divis, Brückler, Starkbaum war nicht zu kompensieren. Die Erste Bank Liga produziert offenbar kein A-Liga-Niveau (neben Österreich stieg auch Slowenien ab, Ungarn verpasste den Aufstieg, Kroatien spielt in der dritten Klasse). Die Diskussionen über professionellere Strukturen im Verband, besseres Umfeld im Team sowie Legionäre und Nachwuchsförderung in der Liga, die im Vorfeld eingesetzt haben und auch während des Turniers nie verstummten, werden jedenfalls weitergehen.