Mattersburg , Ritzing

Erstellt am 21. September 2016, 06:07

von Bernhard Fenz und Michael Heger

Favorit Mattersburg, Geheimtipp Ritzing. Mattersburg will bei Regionalliga Mitte-Klub Lafnitz Selbstvertrauen tanken, Ritzing fordert die wankende Admira.

Erfolgslauf: Tomas Jun (l.) und der SC Ritzing haben in der Ostliga 18 Punkte aus sechs Spielen, zuletzt gelang ein 2:1 gegen die Austria Amateure (Stefan Jonovic, r.). Heute, Mittwoch, ist ÖFB-Cup-Zeit.  |  BVZ, Heger

LAFNITZ - MATTERSBURG, MITTWOCH, 19 UHR.

 |  NOEN

Abschütteln, aufrichten, Selbstvertrauen tanken. So in etwa lautet der Plan des SV Mattersburg nach dem 0:3 bei Rapid. Speziell der unglückliche Spielverlauf (Tor von Thorsten Röcher zum 0:1 aberkannt, Elferfoul an Patrick Farkas nicht geahndet) könnte dazu verleiten, in Selbstmitleid zu baden.

„Das wäre der falsche Zugang“, so der Sportliche Leiter Franz Lederer. „Dieser Frust muss jetzt in positive Bahnen gelenkt werden.“

„Verfügen über die Stärke, um weiterzukommen“

Also heißt es, beim Fünften der Regionalliga Mitte anzuschreiben. Das weiß auch Stürmer Patrick Bürger: „Das Cup-Spiel kommt uns jetzt sicher gelegen, um Rapid schnell abzuhaken und uns vor den nächsten Aufgaben in der Bundesliga neu aufzurichten. Unterschätzen brauchen wir niemanden, jeder wird für jeden kämpfen.“

Die Papierform ist ohnehin klar: Lafnitz (wo mit Ex-Profi Martin Rodler und Ex-Amateur Bernd Kager zwei ehemalige grün-weiße Kicker unter Vertrag stehen) mag ein unangenehmer Gegner sein, die Favoritenrolle ist aber klar den Mattersburgern zuzuordnen. Darum gelte es laut Trainer Ivo Vastic auch, das negativ Erlebte rasch abzuschütteln und sich neu zu konzentrieren. „Wir verfügen natürlich über die Stärke, um weiterzukommen.“

Ob Manuel Seidl (Adduktorenprobleme) wieder einsatzberechtigt ist, bleibt offen. Alex Ibser war nach seinen muskulären Problemen gegen Rapid schon auf der Bank, er ist also wieder eine Option.

RITZING - ADMIRA WACKER, MITTWOCH, 19.30 UHR.

Während die Mittelburgenländer aktuell die Regionalliga Ost aufmischen – zuletzt gab es einen 2:1-Erfolg im Spitzenspiel gegen die Austria Amateure –, befindet sich die Admira am absteigenden Ast. Das weiß auch der Neusiedler im Dress der Südstädter, Daniel Toth: „Das wird ein extrem wichtiges, aber auch verdammt schweres Spiel für uns. Wir wissen, was uns erwartet. Ritzing hat momentan einen Erfolgslauf und wird uns mit breiter Brust entgegentreten.“

Trotzdem sieht Toth auch eine gute Gelegenheit: „Wir haben die Chance, durch ein Erfolgserlebnis Selbstvertrauen zu tanken und das in die Bundesliga mitzunehmen.“

Ritzing-Trainer Stefan Rapp zur Ausgangslage: „Dieses Spiel ist für uns ein Zubrot. Natürlich ist es eine schöne Herausforderung, gegen einen Bundesligisten anzutreten. Wir werden uns so teuer wie möglich verkaufen, aber die Admira ist klarerweise der Favorit – egal, wie viele Spiele sie zuletzt nicht gewinnen konnten.“

Zudem werde man keine verletzten oder müden Spieler aufs Feld schicken, nur weil es gegen die Admira ran geht: „Unser Fokus liegt klar auf der Meisterschaft, am Samstag geht es schon in Stadlau weiter.“ Fix fehlen werden Innenverteidiger Pavel Elias und Mario Pollhammer (beide angeschlagen).