Erstellt am 03. Februar 2012, 11:43

ÖFB-Legionäre im Frühjahr 2012 weit verstreut. Deutschland bleibt für Österreichs Fußballer die berufliche Lieblingsdestination. Nach dem Transfer von Zlatko Junuzovic zu Werder Bremen zählen im Frühjahr gleich 16 ÖFB-Legionäre zum Spielerpersonal in der ersten Bundesliga.

Rot-Weiß-Rot ist aber nicht nur in Deutschland, sondern von Portugal bis in die Ukraine quer durch Europas Oberhäuser sowie mit Michael Gspurning auch in den USA vertreten.

Am intensivsten setzen in Deutschland Hannover und Bremen auf "Ösis", mit Emanuel Pogatetz, Daniel Royer und Samuel Radlinger bzw. Marko Arnautovic, Junuzovic und Sebastian Prödl steht bei beiden Clubs ein Trio unter Vertrag. Zehn der 18 DFB-Elite-Vereine haben zumindest einen Österreicher im Aufgebot. Die Chance, dass ein Österreicher im Mai die Meisterschale küssen darf, ist relativ groß.

Von den vier Titelkandidaten ist nur Titelverteidiger Dortmund ohne Österreicher. Bayern München (David Alaba), Schalke (Christian Fuchs) und Mönchengladbach (Martin Stranzl) sind die ersten Herausforderer der Borussen.

Von den europäischen Topligen sind Spanien und Frankreich Österreicher-frei, in England halten Paul Scharner (West Bromwich) und Andreas Weimann (Aston Villa) die Fahne hoch, in Italien tun dies György Garics (Bologna) und Alexander Manninger (Juventus Turin).

Marc Janko stürmt ab sofort für Portugals Großmacht FC Porto und soll dort den im Sommer zu Atletico Madrid abgewanderten Torgaranten Radamel Falcao ersetzen. Dass Österreich auch in den Ligen der beiden EM-Gastgeber Polen und Ukraine mitmischt, dafür sorgen Daniel Sikorski (Polonia Warschau) und Markus Berger (Odessa).

In der Champions League wird Österreich garantiert bis ins Viertelfinale vertreten sein, denn Alaba trifft im Achtelfinale mit den Bayern auf den Schweizer Meister FC Basel mit Aleksandar Dragovic. In der Europa League hat Salzburg den Einzug in die K.o.-Phase geschafft, dort stehen mit Besiktas Istanbul (Ekrem Dag, Tanju Kayhan, Veli Kavlak), Schalke, Hannover, PSV Eindhoven (Marcel Ritzmaier) und Porto auch zahlreiche weitere "Österreicher-Clubs".