Erstellt am 29. November 2012, 15:27

ÖFB-Präsident Windtner zog positive Jahresbilanz. Der ÖFB hat am Donnerstag ein insgesamt sehr positives Resümee der vergangenen elf Monate gezogen. "Highlight" waren für ihn das Frauen-Nationalteam und dessen Auftritte in der EM-Qualifikation.

Auch die A-Auswahl, die das Jahr trotz des 0:3 gegen die Elfenbeinküste mit der besten Bilanz seit 1989 beendete, kam gut weg. "Der Entwicklungsschritt ist erkennbar. Wir haben ein effizientes, harmonisches Team", erklärte Präsident Leo Windtner.

Besonders stolz war der Verbandschef auf die erfolgreichen rot-weiß-roten Frauen. Laura Feiersinger und Co. hatten im Oktober mit dem erstmaligen Einzug in ein Qualifikations-Play-off für Aufsehen gesorgt. "Sie sind das ÖFB-Highlight 2012", sagte Windtner, "das hat einen immensen Imagegewinn gebracht und Impulse in der Öffentlichkeit gegeben."

"Ich bin überzeugt, dass wir die Aufwärtskurve aufrechterhalten werden können", meinte Windtner, der in das im Sommer 2011 eröffnete nationale Zentrum für Frauen-Fußball in St. Pölten besondere Hoffnungen setzt. Sportdirektor Willi Ruttensteiner hob nicht zuletzt die Bestellung von Irene Fuhrmann zur ersten ÖFB-Nationalteamtrainerin mit A-Lizenz hervor.

In puncto Männerauswahl musste Windtner einräumen, dass man mit vier Zählern aus drei Spielen der WM-Quali und dem "Verharren" auf Rang 68 der Weltrangliste den Erwartungen nicht ganz gerecht werden konnte. Aber Ruttensteiner wusste auch: "Marcel Koller hat eine klare Philosophie, und die lässt sich am Platz auch erkennen. Die Entwicklung des Spiels hat sich in Offensive und Defensive massiv gesteigert."

Verbesserungsbedarf erkannte der 50-Jährige bei der Passgeschwindigkeit: "Da liegen wir noch um einiges unter den Topmannschaften und müssen uns noch entwicklen.""Sehr positiv", sei aber die individuelle Entwicklung der Spieler.

Im Bereich der Nachwuchsteams hob Ruttensteiner die U19- und U17-Auswahlen im Männer- und Damensektor hervor, die jeweils den Sprung in die Elite-Runden, also die letzte Phase der Qualifikation im Frühjahr 2013, schafften. Vor allem das U19-Team von Trainer Manfred Zsak, das als Gruppensieger ohne Punktverlust abschloss, gilt als Hoffnungsträger.