Erstellt am 16. August 2012, 10:38

ÖFB-Spieler analysieren Sieg über Türkei nüchtern. Der Prestige-Erfolg über die Türkei hat die österreichischen Fußball-Teamspieler nicht in zu große Euphorie versetzt.

 Die Schützlinge von Marcel Koller freuten sich zwar nach dem 2:0 am Mittwoch im Wiener Happel-Stadion über die vierte Partie in Serie ohne Niederlage, wussten aber auch, dass mit dem Deutschland-Match am 11. September zum WM-Qualifikationsauftakt eine schwierigere Aufgabe wartet. Andreas Ivanschitz, per Elfmeter Schütze des 2:0, ortete bis zum Duell mit der DFB-Auswahl noch Steigerungsbedarf. "Die Deutschen werden eine Klasse stärker sein, da müssen wir alle eine Schippe nachlegen. Das wissen wir, daran werden wir arbeiten." Der Mainz-Legionär gab zu, dass die Türken die spielerisch stärkere Mannschaft waren. "Die ersten 10, 15 Minuten waren sehr, sehr positiv. Dann haben wir uns zu tief hinten reindrängen lassen, nicht viele Chancen zugelassen, aber auch offensiv keine Akzente mehr setzen können bis zur Pause. Den Sieg haben wir dann erzwungen und erkämpft."

Auch Christian Fuchs zeigte sich zufrieden. "Die Generalprobe ist geglückt. Wir haben das, was wir uns vorgenommen haben - früh zu stören - vor allem zu Beginn hervorragend gemacht, dadurch sind auch die Tore gefallen", analysierte der Neo-Kapitän. Der erste Erfolg über die Türken seit fast 24 Jahren und das vierte Spiel ohne Niederlage sei wichtig fürs Selbstvertrauen.

Sebastian Prödl sprach wie seine Kollegen sowohl die positiven als auch die negativen Aspekte des Erfolgs an. "Das Spiel gegen den Ball, die Räume eng machen - das hat hervorragend funktioniert. Verbessern müssen wir, dass wir in Ballbesitz den Gegner zum Laufen bringen, mehr Räume erspielen und zu mehr Chancen kommen."

So wie der Innenverteidiger leistete auch Goalie Robert Almer einen wesentlichen Beitrag dazu, dass die Partie ohne Gegentor beendet wurde. Der Schlussmann vom deutschen Bundesliga-Aufsteiger Fortuna Düsseldorf betrieb damit bei seinem Verein Werbung in eigener Sache, schließlich ist noch nicht sicher, ob er zu Saisonbeginn die Nummer eins sein wird.