Erstellt am 11. September 2013, 10:29

ÖFB-Spieler blicken auf "Finale" in Schweden. Österreichs Fußball-Teamspieler haben kurz nach dem 1:0-Sieg über Irland am Dienstag im Happel-Stadion schon auf das "Finale" am 11. Oktober in Solna geblickt.

Im Falle eines Erfolges über Schweden wäre die Mannschaft im Kampf um Platz zwei in Gruppe C vorne. Selbst ein Remis würde zum Aufstieg ins Play-off reichen, sofern das Färöer-Match gewonnen wird und Deutschland Schützenhilfe leistet. Auf ein Unentschieden werde man es in der "Friends Arena" aber nicht anlegen, betonten die ÖFB-Internationalen unisono - so etwa Sebastian Prödl: "Es ist schwieriger, auf ein Unentschieden als auf einen Sieg zu spielen. Wir werden uns in Schweden sicher nicht hinten reinstellen. Wir sind ja in Rückstand und müssen angreifen. Wir werden dort wie beim Pokern auf 'All In' gehen. Es können alle von uns erwarten, dass wir uns zerreißen werden", versprach der Legionär von Werder Bremen.

Martin Harnik freut sich gegen Zlatan Ibrahimovic und Co. auf eine Partie mit Endspiel-Charakter. "Das ist das Finale schlechthin, und wir haben es uns verdient. Jetzt wollen wir in Schweden den Deckel draufmachen." Der Stuttgart-Legionär hätte die ÖFB-Elf schon vor dem Goldtor durch David Alaba in der 84. Minute erlösen können, vergab aber die eine oder andere gute Möglichkeit. "Ich bin froh, dass es nicht an meinen Chancen gescheitert ist. Jetzt ist es Erleichterung pur."

"Dreckiger" 1:0-Sieg tut gut

Prödl hob neben der Einsatzbereitschaft auch die gute Leistung der ÖFB-Auswahl im Spiel gegen den Ball hervor. "Die Mannschaft hat defensiv hervorragend gespielt. Damit meine ich aber nicht nur die Verteidigung, sondern vor allem das Mittelfeld", betonte der Steirer und ergänzte: "So ein dreckiger 1:0-Sieg tut auch einmal gut."

Erkämpft wurde der Erfolg mit einer teilweise überraschenden Aufstellung - so musste Marko Arnautovic vorerst mit der Ersatzbank vorliebnehmen. Im Gegensatz zum Stoke-Legionär war Veli Kavlak trotz gebrochenen Nasenbeins von Beginn an dabei. Die Auswechslung zur Pause war eine taktische Maßnahme Kollers und hatte nichts mit der Verletzung zu tun, beteuerte der Mittelfeldspieler. Allerdings gab der von der Verletzung gezeichnete Besiktas-Kicker zu, dass er sich durch den Druck der Maske aufs Gesicht nicht hundertprozentig wohlgefühlt hatte.

Dafür kam das Glücksgefühl mit dem Abpfiff. "Der eingewechselte Marc Janko, der beim Tor seine Füße im Spiel hatte, meinte: "Wenn wir in Schweden gewinnen, ist die Tür nach Brasilien weit offen."

Nun hofft man im ÖFB-Team, dass der am Sprunggelenk verletzte Zlatko Junuzovic rechtzeitig für das Duell mit den Skandinaviern fit wird. Ausfälle wegen Sperren wurden vermieden: Von elf vorbelasteten Spielern wurden acht eingesetzt, kein einziger sah die Gelbe Karte.