Erstellt am 05. September 2011, 14:12

ÖFB-Team gegen Türkei unter Siegzwang. Für die österreichische Fußball-Nationalmannschaft geht es am Dienstag im Wiener Happel-Stadion um die letzte theoretische Chance auf eine Teilnahme an der EURO 2012 in Polen und der Ukraine.

Die Auswahl von Dietmar Constantini benötigt gegen die Türkei unbedingt einen Heimsieg - bei einem Remis oder einer Niederlage sind die Hoffnungen auf einen Trip zur EM-Endrunde endgültig dahin.

Selbst ein knapper Sieg wäre wohl zu wenig, denn in diesem Fall würde den Türken schon ein voller Erfolg aus ihren beiden ausstehenden Partien daheim gegen Deutschland und Aserbaidschan reichen, damit sie vor Österreich bleiben. Eine halbwegs realistische Möglichkeit, den WM-Dritten von 2002 noch abzufangen, bietet sich nur dann, wenn trotz des 0:2 von Istanbul das direkte Duell mit der Truppe von Guus Hiddink gewonnen wird.

Constantini ist froh, dass seine Truppe nach den jüngsten Misserfolgen überhaupt noch mit einem EM-Start spekulieren darf. "Wir wollen das Geschenk, dass wir noch dabei sind, unbedingt nutzen. Je nachdem, wie der Spielverlauf ist, kann es schon sein, dass noch Offensive kommen." Ein Kandidat für eine Einwechslung zur Stärkung des Angriffs wäre Marc Janko. Ob der an einer Adduktorenverhärtung laborierende etatmäßige Kapitän jedoch rechtzeitig fit wird, entscheidet sich erst am Spieltag. Somit läuft es im Kampf um den Platz als Solo-Spitze wohl auf ein Rennen zwischen Marko Arnautovic und dem nachnominierten Stefan Maierhofer hinaus.

Im Vergleich zum Deutschland-Match dürfte es nicht allzu viele Änderungen geben. Fix ist nur die Rückkehr des in Gelsenkirchen gesperrt gewesenen Paul Scharner, Pascal Grünwald könnte anstelle von Christian Gratzei im Tor beginnen.

In der ORF-Sendung "Sport am Sonntag" hatte Constantini erkennen lassen, dass er bei dieser Unterredung eine Entlassung nicht für ausgeschlossen hält. "Wenn der Präsident überlegt, einen neuen Trainer früher zu installieren, damit der dann drei, vier Spiele mehr hat, werden wir uns zusammensetzen und uns trennen."