Erstellt am 21. Februar 2014, 09:15

ÖFB-Team hofft auf günstige EM-Quali-Auslosung. Für Österreichs Fußball-Nationalmannschaft fällt am Sonntag der Startschuss zum Abenteuer EM-Qualifikation. Ab 12.00 Uhr werden in Nizza die Quali-Gruppen für die kontinentale Endrunde 2016 in Frankreich ermittelt.

Dabei hofft die Auswahl von Teamchef Marcel Koller auf mehr Losglück als in den vergangenen Jahren: In den jüngsten zwei Qualifikationen zählte Deutschland zu den Gegnern der Österreicher, diesmal würde ÖFB-Präsident Leo Windtner dem dreifachen Welt- und Europameister gerne aus dem Weg gehen.

Deutschland will keiner mehr haben – "bei aller Freundschaft"

"Bei aller Freundschaft, die uns mit den Deutschen verbindet - wir würden es verschmerzen, wenn wir sie jetzt nicht mehr in der Gruppe haben", erklärte der Oberösterreicher, der gemeinsam mit Koller und ÖFB-Generaldirektor Alfred Ludwig nach Nizza reist.

Auch auf einen Trip nach Kasachstan wie in den vergangenen zwei Qualis könnte Windtner verzichten. "Aber die Auslosung ist kein Wunschkonzert. Das Wichtigste ist, keine Hammergruppe zu bekommen."

Unterschiedliche "Kaliber" aus den beiden ersten Töpfen möglich

Die Chancen auf den ersten auf sportlichem Wege erreichten EM-Start und die erste Turnier-Teilnahme seit der Heim-EURO 2008 stehen so gut wie schon lange nicht.

Erstmals geht eine EURO mit 24 Mannschaften über die Bühne - das hat zur Folge, dass die Sieger, die Zweiten und der beste Dritte der neun Gruppen fix für die EM qualifiziert sind. Die acht übrigen Dritten kämpfen im November 2015 in Play-offs um die vier verbliebenen Plätze.

Das ÖFB-Team wird aus Topf 3 gezogen. Aus Topf 1 drohen Kaliber wie Deutschland oder Spanien, aber auch Mannschaften wie Griechenland oder Bosnien-Herzegowina, die in Reichweite sein könnten. In Topf 2 warten ebenfalls Top-Teams wie Kroatien oder Belgien und schlagbare Gegner wie Ungarn oder Irland.

"Im Fußball gibt es keine Garantie, aber wir werden alles dafür mobilisieren"

Selbst bei einer günstigen Auslosung ist für Windtner die EM-Teilnahme kein absolutes Muss. "Im Fußball gibt es keine Garantie. Aber wir werden alles dafür mobilisieren. Der Betreuerstab und die Mannschaft sind sich der Aufgabe bewusst, es ist der echte Wille da, das Ziel zu erreichen", sagte der ÖFB-Boss.

Die Quali-Partien gegen die namhaften Gegner werden laut Windtner wieder im Happel-Stadion ausgetragen. Für das eine oder andere Heimspiel gegen einen laut Papierform schwächeren Kontrahenten sei aber wie bisher eine Austragung außerhalb Wiens denkbar.

Keine Spielplansitzung mehr: Computer erstellt Paarungen

Mit der Vergabe der Heimspiele kann sich der ÖFB noch am Sonntag beschäftigen - der genaue Spielplan wird vom UEFA-Computer erstellt und schon gegen 16.30 Uhr veröffentlicht. Terminkonferenzen wie in den vergangenen Jahren gehören ab sofort der Vergangenheit an.

Die EM-Qualifikation, deren Partien an Doppel-Runden von Donnerstag bis Dienstag ausgetragen werden, beginnt mit einem Match pro Mannschaft am 7./8./9. September. Es folgt ein "Double Header" am 9./10./11. und 12./13./14. Oktober, der vierte und letzte Quali-Spieltag in diesem Jahr ist für 14./15./16. November angesetzt.