Erstellt am 11. Oktober 2013, 13:15

ÖFB-Team im "Finale" in Schweden um WM-Play-off. Für die österreichische Fußball-Nationalmannschaft geht es am Freitag (20.45 Uhr/live ATV) in der mit 50.000 Zuschauern ausverkauften "Friends Arena" von Solna ans Eingemachte.

Bei einer Niederlage gegen Schweden ist der Traum von einer Teilnahme an der WM 2014 vorbei, bei einem Sieg steht die Tür zum Play-off sperrangelweit offen. Bei einem Remis müsste der Rechenstift gezückt werden.

"Immer besser, wenn man alles in der eigenen Hand hat"

In letzterem Fall wäre die ÖFB-Auswahl von einer Schützenhilfe Deutschlands am Dienstag in Schweden abhängig und außerdem davon bedroht, als schlechtester Zweiter aller neun Gruppen das Play-off zu verpassen. Kein Wunder also, dass ÖFB-Teamchef Marcel Koller drei Punkte anstrebt. "Es ist immer besser, wenn man alles in der eigenen Hand hat. Wenn wir gewinnen, wäre es einfach angenehmer."
 
Allerdings könnte der Schweizer auch mit einem Remis leben. "Wir gehen zwar in jedes Spiel, um zu gewinnen, doch wenn am Ende ein Unentschieden rauskommt, müssen wir das auch akzeptieren."

Engagierter Gegner mit frühem Druck erwartet

Koller erwartet von Beginn an stürmische Gastgeber. "Die Schweden werden ein frühes Tor erzielen wollen, aber wir sind gewappnet", versprach der Schweizer und warnte einmal mehr vor Schwedens Top-Star Zlatan Ibrahimovic. "Er ist für die Schweden in der Offensive extrem wichtig. Es ist immer Gefahr da, wenn er am Ball ist."
 
Der Goalgetter von Paris St. Germain ist trotz seiner am Sonntag in Marseille erlittenen Wadenblessur ebenso einsatzbereit wie die zuletzt angeschlagenen ÖFB-Kicker Julian Baumgartlinger und Markus Suttner. "Es sieht so aus, dass wir aus dem Vollen schöpfen können", erklärte Koller.

Sturm-Frage: Koller hüllt sich in Schweigen

Nach der möglichen Aufstellung gefragt, hüllte sich der Nationaltrainer wie üblich in Schweigen. Eine bis zuletzt offene Frage war, ob Andreas Weimann oder Marc Janko im Angriffzentrum beginnt.

Letzterer befindet sich bei Trabzonspor seit den vergangenen Wochen im Aufwind, was auch Koller zufrieden registrierte. "Er ist eine wichtige Komponente für uns", sagte der Teamchef über den Ex-Salzburger.
 
Laut Martin Harnik ist die Mannschaft gerüstet. Seine Zuversicht schöpft der Stuttgart-Legionär unter anderem aus dem 2:1-Sieg gegen die Skandinavier im Juni in Wien. "Aufgrund dieses Spiels wissen wir, dass wir sie schlagen können." Aleksandar Dragovic kennt das Rezept: "Damit das gelingt, müssen wir uns aber etwas zutrauen und nicht so ängstlich spielen wie gegen Deutschland."