Erstellt am 06. Oktober 2011, 11:27

ÖFB-Team kämpft auf Kunstrasen um Platz vier. Österreichs Fußball-Nationalteam kämpft am Freitag in Aserbaidschan und am Dienstag in Kasachstan um Platz vier in der EM-Qualifikationsgruppe A und damit gegen das schlechteste Abschneiden in einer Qualifikation überhaupt. Es warten nicht nur unangenehme Gegner, sondern auch ungewohnte Rahmenbedingungen. Zum einen sind das die lange Anreise und der Zeitunterschied, zum anderen der Kunstrasen.

Die ÖFB-Truppe liegt als Vierter einen Punkt vor Aserbaidschan und könnte sogar noch hinter Kasachstan auf den sechsten und letzten Rang zurückfallen. Rang drei würde sich nur mehr dann ausgehen, wenn die Belgier daheim gegen Kasachstan und in Deutschland verlieren. Die ÖFB-Kicker müssen sowohl die lange Anreise und den Zeitunterschied verkraften als auch mit dem Kunstrasen vertraut werden, auf dem in Baku und Astana gespielt wird.

Um seine Spieler an das Terrain zu gewöhnen, hielt Interims-Teamchef Willi Ruttensteiner sämtliche Einheiten im ÖFB-Camp in Bad Tatzmannsdorf auf dem dortigen Kunstrasenplatz ab. Auch ein Testspiel auf Plastik-Grün in Hartberg gegen den Erste-Liga-Club TSV Hartberg wurde eingeschoben. "Ich will nicht, dass die Mannschaft von den Kunstrasen-Eigenschaften überrascht wird, denn genau das ist den anderen Teams in Baku in der Anfangsphase passiert", erklärte Ruttensteiner.

Für den Oberösterreicher unterscheidet sich das Spiel auf Kunstrasen wesentlich von jenem auf Naturrasen. "Pässe in die Tiefe sind schwieriger zu erreichen als auf einem normalen Platz, da verschenkt man viele Bälle. Auch das Sprungverhalten, das Rutschverhalten, Eins-zu-Eins-Situationen, das Wegstarten, alles ist anders."

Angst vor einer Überrumpelung durch die in der nationalen Meisterschaft Kunstrasen-erprobten Aserbaidschaner hat Ruttensteiner aber nicht. "Teamspieler haben eine so hohe Qualität, dass sie sich rasch darauf einstellen können", behauptete der 48-Jährige.

Auch den meisten Kickern bereitet der Plastik-Untergrund kein großes Kopfzerbrechen. David Alaba sieht darin sogar einen Vorteil für die ÖFB-Auswahl. "Für uns ist das gut, weil darauf technisch starke Mannschaften bevorzugt werden, und wir sind das spielerisch bessere Team", sagte der Bayern-Legionär.