Erstellt am 06. Juni 2013, 14:10

ÖFB-Team kämpft gegen Schweden um WM-Chance. Österreichs Fußball-Nationalteam bestreitet am Freitag in Wien das richtungsweisende Heimspiel der WM-Qualifikation gegen Schweden.

Das Rennen um Platz eins in Gruppe C ist eine ungefährdete Solofahrt von Vize-Weltmeister Deutschland. Dahinter hat sich jedoch ein spannender Dreikampf zwischen Österreich, Schweden (ein Spiel weniger) und Irland (alle 8 Punkte) um Rang zwei entwickelt.

Mit Heimsieg in Top-Position für Endspurt im Herbst

Mit einem Heimsieg gegen die Skandinavier würden sich David Alaba und Co. eine gute Ausgangsposition und eine realistische Chance für den Schlusssprint im Herbst verschaffen. Da warten dann noch die Partien gegen Deutschland (6.9. auswärts), Irland (10.9. daheim), Schweden (11.10. auswärts) und die Färöer (15.10. auswärts).

Im Falle eines Unentschiedens müsste man dann die in den vergangenen Jahren akute Auswärtsschwäche ablegen. Und bei einer Niederlage im mit 48.500 Zuschauern ausverkauften Ernst-Happel-Stadion würde Österreichs WM-lose Zeit wohl auf zumindest 20 Jahre anwachsen.

Koller vermeidet Bezeichnung "Entscheidungsspiel"

Von Bezeichnungen wie Entscheidungsspiel oder Schicksalsmatch hält Koller dennoch wenig. "Es ist das nächste wichtige Spiel und wir hoffen auf einen Sieg. Aber die Bezeichnung Schicksal ist im Fußball fehl am Platz." Eineinhalb Wochen hatte der Schweizer Zeit, um seine Kicker nach einer langen Club-Saison noch einmal richtig heiß zu machen. "Wichtig wird sein, dass wir mit viel Lust und Laune spielen. Wir wollen Leidenschaft zeigen, das wollen die Fans sehen."

Dass die Schweden ein harter Brocken sind, das trifft auch im Jahr 2013 zu. "Die Schweden bewegen sich auf einem taktisch hohen Level. Es ist sehr schwierig, sich gegen sie Chancen herauszuarbeiten", weiß Koller. Kapitän Christian Fuchs freut sich auf ein "sehr, sehr wichtiges Spiel". "Wenn man sich die Tabelle anschaut, dann wäre es natürlich schon gut, wenn wir daheim drei Punkte holen. Aber von einem vorentscheidenden Match würde ich nicht sprechen", erklärte der Deutschland-Legionär.

In Wien bisher makellose Bilanz gegen Schweden

Zuversicht darf den Österreichern auch die bisherige, fast makellose Wien-Bilanz gegen die Schweden geben. In bis dato elf Partien in der Bundeshauptstadt gab es acht Siege und drei Unentschieden. "Diese Serie hört sich gut an. Aber jedes Spiel bietet die Chance, das zu ändern. Es geht von null los", meinte Koller gewohnt sachlich. Dementsprechend lässt er sich auch diesmal beim Aufstellungspoker keinen Millimeter in die Karten blicken.