Erstellt am 30. Mai 2012, 14:31

ÖFB-Team machte vor dem Ukraine-Match "blau". Das österreichische Fußball-Nationalteam hat am Mittwoch überraschend "blau" gemacht. Teamchef Marcel Koller begründete den freien Tag mit den guten Trainingsleistungen in den ersten fünf Tagen in Seefeld, außerdem reagierte der Schweizer nach Rücksprache mit der medizinischen Abteilung auf den körperlichen Zustand seiner Kicker.

"Die Spieler haben bisher voll mitgezogen. Da ist es wichtig, dass man auch einmal Belohnungen gibt", rechtfertigte Koller seine Maßnahme, die er den Spielern am Dienstagabend mitteilte. Koller erhofft sich von diesem Schachzug positive Effekte für die Partie am Freitag in Innsbruck gegen die Ukraine. "Das Wichtigste ist schlussendlich immer das Spiel. Da sollen die Spieler frisch sein. Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass man nach so einem freien Tag wieder voll motiviert ist."

Koller findet nicht, dass ein Urlaubstag zwei Tage vor einem Ländermatch eine schiefe Optik ergibt. "Aus meiner Sicht ist das kein Problem, und was ist schon normal? Im Endeffekt haben wir sicher mehr davon, als wenn man stur sein Programm durchzieht und Verletzungen riskiert. Wir haben am Donnerstag genügend Zeit, um die Spannung wieder hoch zu kriegen."

Für Marc Janko und Co. bot sich am freien Tag die Möglichkeit auf eine Runde Golf oder einen Ausflug nach Innsbruck. Koller ließ seinen Akteuren dabei freie Hand. Er selbst nützte die Freizeit, um gemeinsam mit Co-Trainer Thomas Janeschitz ins dreieinhalb Autostunden entfernte Luzern zum Länderspiel Schweiz gegen Rumänien zu fahren.

Bereits abgereist aus Seefeld ist Robert Almer. Der Düsseldorf-Tormann, der bisher beide Länderspiele der Ära Koller bestritten hat, kämpft weiterhin mit den Nachwehen seiner Muskelverletzung im Oberschenkel. "Es wurde alles versucht, aber er hat immer noch Probleme. Deshalb ist es jetzt das Beste, wenn Almer den Kopf freibekommt und dann wieder voll fit in die Vorbereitung mit Düsseldorf geht." Ob Christian Gratzei, Heinz Lindner oder Lukas Königshofer am Freitag im Tor stehen wird, ließen Koller und ÖFB-Tormanntrainer Otto Konrad völlig offen.