Erstellt am 14. November 2011, 14:17

ÖFB-Team startet gegen Ukraine in eine neue Ära. Im letzten Länderspiel des Jahres fällt für die österreichische Fußball-Nationalmannschaft der Startschuss in eine neue Ära.

Das Testmatch am Dienstag in Lemberg gegen die Ukraine wird zur ersten Nagelprobe für Neo-Teamchef Marcel Koller, der aber die Erwartungen im Vorfeld der Partie bewusst herunterschraubte.

"Es hat in den letzten Tagen viel Spaß gemacht, mit den Spielern zu arbeiten, und wir haben gut gearbeitet. Ich erwarte Aggressivität und die Bereitschaft, nach vorne zu kommen. Doch es ist klar, dass noch nicht alles sitzen kann. Es dauert seine Zeit, bis unsere Ideen umgesetzt werden", erklärte der Schweizer.

Kurz vor dem Abflug in die Ukraine umriss Koller noch einmal seine Ideen vom künftigen österreichischen System. "Wir wollen versuchen, in der Defensive gut zu stehen und einander zu helfen. Und wir wollen bei Ballgewinn schnell nach vorne kommen, nicht abwarten, bis der Gegner Fehler macht, sondern Fehler provozieren."

Sollte dies gelingen, hält Koller einen Sieg gegen den Co-Gastgeber der EURO 2012 für möglich. "Weil wir vorne gute Spieler haben, die alle ein Match entscheiden können", betonte der 51-Jährige. In der Offensive sollen Marc Janko und Marko Arnautovic für Torgefahr sorgen, unterstützt werden sie an den Flanken wohl von Martin Harnik und Andreas Ivanschitz. Wer im Tor stehen wird, wollte der Teamchef weiterhin nicht verraten. "Die Aufstellung erfahren zuerst die Spieler."

Seine Kicker müssen sich nicht nur auf einen Kontrahenten gefasst machen, sie haben sich durch den Amtsantritt von Koller auch auf eine hohe Erwartungshaltung der Öffentlichkeit einzustellen. "Doch nur weil jetzt gute Stimmung herrscht, kann man nicht sagen, wir gewinnen gegen den Weltmeister. Die Ukrainer sind in der Weltrangliste vor uns und haben hervorragende Spieler", sagte der Nationaltrainer über die Osteuropäer, die Deutschland am Freitag ein 3:3 abgetrotzt hatten.

Deshalb dürfe man die Leistung bei seinem Debüt nicht nur nach dem Ergebnis beurteilen. "Das Resultat ist immer wichtig. Doch noch wichtiger wird sein, dass wir nicht nur darauf achten, sondern unseren Weg weitergehen", meinte Koller.

Ähnlich äußerte sich ÖFB-Präsident Leo Windtner. "Ich wünsche mir ein gutes Spiel und ein respektables Resultat. Am wichtigsten ist, dass wir den eingeschlagenen Weg nicht verlassen", erklärte der 61-Jährige.