Erstellt am 07. April 2013, 21:14

ÖHB-Männer mit 30:30 in Serbien weiter auf EM-Kurs. Österreichs Handball-Männer bleiben auf Kurs Richtung Qualifikation für die EM 2014 in Dänemark.

Vier Tage nach dem 31:28-Heimerfolg über die Serben gelang der Truppe von Patrekur Johannesson am Sonntag mit dem hochdramatischen 30:30 beim Vizeeuropameister der nächste Coup. In Quali-Gruppe 7 ist man damit hinter Russland (6 Punkte) weiter Gruppenzweiter, punktegleich mit den Serben.

Serbien hat nun allerdings im direkten Duell das Nachsehen. Viktor Szilagyi und Co., die in Schlüsselspielen in der Fremde bisher kaum punkten konnten, haben damit in den abschließenden Spielen am 13. Juni auswärts beim punktelosen Schlusslicht Bosnien sowie in der Heimpartie gegen Russland in Innsbruck (16. Juni) gute Karten, sich erstmals aus eigener Kraft für die kontinentale Endrunde zu qualifizieren.

"Ich bin unglaublich stolz auf meine Mannschaft", meinte Johannesson. Die Top-Zwei sowie der beste Dritte der sieben Gruppen holen das Ticket. "Dieser Punkt öffnet uns die Tür nach Dänemark weit", freute sich Kreisläufer Christoph Edelmüller.

Vor 3.000 Zuschauern in Zrenjanin startete Rot-Weiß-Rot fulminant und führte - gestützt auf eine starke Deckung und Goalie Nikola Marinovic - nach sieben Minuten mit 5:1, konnte diesen Vorsprung aber nicht bis in die Pause bringen.

Österreich ließ sich - wie schon im Hinspiel - auch durch eine Drei-Tore-Führung der Serben nach 34 Minuten (18:15) nicht aus der Ruhe bringen, ging durch Vitas Ziura sogar in Unterzahl mit 20:19 in Front

Die Schlussphase blieb hochdramatisch. Zehn Minuten vor dem Ende führte Österreich 26:23, die Serben stellten nach vier Treffern in Folge auf 27:26 (54.), mussten Rot-Weiß-Rot aber neuerlich auf 29:27 ziehen lassen. Wieder arbeitete sich der Favorit auf 29:29 heran, konnte nach dem 30:29 durch Bozovic aber nur noch den Ausgleich erzielen.

"Wir haben uns nie aus der Ruhe bringen lassen. Schade um ein paar Aktionen am Ende, dann hätten wir sogar zwei Punkte holen können", sagte Johannesson.