Erstellt am 08. Juni 2011, 22:11

ÖHB-Männer unterlagen Deutschland 20:28. Österreichs Handball-Männer haben die Möglichkeit, sich vorzeitig für die EM im Jänner 2012 in Serbien zu qualifizieren, nicht genutzt. Die ÖHB-Sieben unterlag in der Innsbrucker Olympiahalle Deutschland mit 20:28 und muss damit auf die abschließende Partie am Sonntag in Island hoffen.

Österreichs Handball-Männer haben die Möglichkeit, sich vorzeitig für die EM im Jänner 2012 in Serbien zu qualifizieren, nicht genutzt. Die ÖHB-Sieben unterlag in der Innsbrucker Olympiahalle Deutschland mit 20:28 und muss damit auf die abschließende Partie am Sonntag in Island hoffen. Beim Olympia-Zweiten benötigen Viktor Szilagyi und Co. zumindest ein Unentschieden, um das EM-Ticket zu lösen.

Österreich konnte den Vorteil von über 5.000 rot-weiß-roten Fans in der 7.000 Zuschauer fassenden Olympiahalle zu Beginn nicht nützen. Früh geriet man klar in Rückstand und wurde für eine starke Vorstellung in der zweiten Hälfte samt Aufholjagd bis auf 17:19 (46.) nicht mehr belohnt.

Der Traum vom Sieg über den Erzrivalen und dem vorzeitigen Serbien-Ticket war schon recht früh ausgeträumt. Nach 15 Minuten lag Rot-Weiß-Rot bereits mit 3:10 hinten. Die variable 6:0-Deckung der Deutschen machte den Österreichern das Leben schwer, so wurden zahlreiche Fehlwürfe erzwungen. Erst in der 19. Minute gelang Rot-Weiß-Rot das vierte Tor. In der Defensive wurde dem Gegner, insbesondere Rückraum-Werfer Pascal Hens (6 Tore), zu viel Raum gelassen.

Nach Wiederanpfiff keimte angesichts einer klar verbesserten Vorstellung der Hausherren noch einmal Hoffnung auf: In Überzahl stellte man innerhalb von 105 Sekunden auf 11:15 und war zurück im Spiel. Selbst in Unterzahl konnte man in der Folge auf 13:16 bzw. 15:18 (40.) verkürzen, die Halle war aufgewacht. Auch auf dem Feld wurde die Auseinandersetzung intensiver, dank zahlreicher emotionaler Gesten auch zum Psycho-Duell.

Die Gastgeber arbeiteten sich sogar bis auf 17:19 (46.) heran, schienen dann aber Angst vor der eigenen Courage zu bekommen. Chancen blieben ungenützt, die Deutschen setzten sich auch dank eines stark agierenden Schlussmanns Silvio Heinevetter wieder ab.