Erstellt am 16. August 2012, 15:00

ÖPC hofft in London auf Abschneiden wie in Peking. Auch die zweieinhalb Wochen nach dem Erlöschen des Olympischen Feuers beginnenden Paralympischen Spiele der Behindertensportler in London (29.8. bis 9.9.) sollen ein Fest der Superlative werden.

4.200 Sportler aus 160 Nationen treten in 20 Sportarten an, mit Oscar Pistorius steht einer der Stars der 14. Sommer-Paralympics bereits fest. Österreichs Team umfasst 32 Aktive in neun Sportarten. Erhofft wird ein Abschneiden wie zuletzt in Peking. Von dort waren die ÖPC-SportlerInnen mit sechs Medaillen heimgekehrt. Teammanager Walter Pfaller gab sich am Donnerstag bei der Abschieds-Pressekonferenz im Wiener Hotel Marriott, nur wenige Stunden vor der abendlichen Verabschiedung des Teams durch Bundespräsident Heinz Fischer, allerdings vorsichtig. "Wenn wir ähnlich wie in Peking abschneiden, kann man aber von einer erfolgreichen Mission sprechen."

Auffallend ist, dass im 32-köpfigen ÖPC-Team, das von Routiniers wie Thomas Geierspichler (Leichtathletik), Christoph Etzlsdorfer (Handbike/8. Start), Andreas Vevera (Tischtennis), Wolfgang Schattauer (Handbike), Stanislaw Fraczyk (Tischtennis) oder Martin Legner (Tennis) angeführt wird, 27 Männer aber nur 5 Frauen sind. Auch sieben DebütantInnen sind für Österreich am Start. Darunter mit Bepo Puch ein querschnittgelähmter Reiter, der 2004 in Athen noch für Kroatien in der Vielseitigkeit angetreten ist.

Das am heißesten diskutierte Thema unter den Aktiven ist freilich die zunehmende Zusammenlegung der Klassen, die es den stärker Behinderten kaum noch möglich macht, erfolgreich zu sein. Extrem betroffen davon ist z.B. Rollstuhlfahrer Geierspichler, der eineinhalb Jahre vor London hinnehmen musste, dass es in seiner Klasse in London keinen Marathon mehr gibt.

Statt dort Gold verteidigen zu können, musste sich der Salzburger kurzfristig zum "Sprinter"ändern. "Im ersten Moment wollte ich aufhören, jetzt aber stelle ich mich der Herausforderung", sagte Geierspichler, der nun über 100, 200, 400 und 800 Meter antreten muss.