Erstellt am 26. Juli 2012, 15:01

Österreich bei Olympia-Einmarsch als 13. Nation. Österreich wird am Freitag (22.00 Uhr MESZ/live ORF eins) bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele in London mit einer rund 60-köpfigen Delegation einmarschieren.

Über die Hälfte der 70 nominierten Sportler lässt sich die Show im Olympiastadion nicht entgehen, dazu kommen noch rund 20 Betreuer. Darüber, erstmals als Fahnenträger zu fungieren, freut sich Schwimm-Star Markus Rogan.

"Ich fürchte, das wird der schönste Moment meiner Karriere", meinte der zweifache Olympia-Silbermedaillengewinner von Athen 2004. Vor vier Jahren in Peking hatte Rogan das Angebot noch abgelehnt, die Ehre dem späteren Doppel-Olympiasieger Hans Peter Steinacher überlassen. "Er ist ein unglaublicher Sportler. Er hatte das damals viel mehr verdient als ich", begründete Rogan.

Mit 30 Jahren fühlt sich der Wiener nun der Aufgabe gewachsen. "Ich weiß erst jetzt zu schätzen, was das für eine Ehre ist", sagte Rogan. "Ich bin froh, dass ich mir diese Chance über die Jahre mit dem, was ich gesagt und getan habe, nicht verhaut habe." Seinen zweiten großen Auftritt nach der Eröffnungsfeier hat Rogan nächsten Donnerstag. Dann steht das Finale über 200 m Lagen auf dem Programm.

Die Zeremonie beginnt exakt um 20.12 Uhr lokaler Zeit mit dem Vorprogramm. Angeführt von Rogan zieht Österreich dann als 13. von insgesamt 204 Nationen ins Stadion ein. Einige heimische Topathleten fehlen, weil sie am Samstag bereits ihre ersten Wettkämpfe absolvieren, darunter auch der Judoka Ludwig Paischer, der 2008 in Peking Silber geholt hatte. Die Kanutinnen Yvonne Schuring und Viktoria Schwarz, Mitfavoritinnen im Flachwasser, reisen überhaupt erst nächste Woche nach England.

Die Führung des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC) überlässt den Sportlern das Rampenlicht. ÖOC-Präsident Karl Stoss und sein Generalsekretär Peter Mennel sitzen auf der Tribüne. "Wir sind nicht dazu da, Fähnchen schwenkend einzumarschieren", betonte Stoss. "Das ist ein Fest für die Sportler und ihre Betreuer."