Erstellt am 10. Februar 2012, 21:19

Österreich führt im Davis Cup gegen Russland 2:0. Österreich hat am Samstag im Doppel schon "Matchball" auf den ersten Viertelfinaleinzug seit 1995. Andreas Haider-Maurer stellte mit einem überraschenden-Sieg über Alex Bogomolow jr. die 2:0-Führung her. Zuvor gewann Jürgen Melzer über den Russen Igor Kunizyn.

Österreichs Davis-Cup-Team hat am Samstag im Doppel schon "Matchball" auf den ersten Viertelfinaleinzug in der Weltgruppe seit 1995. Andreas Haider-Maurer stellte am Freitagabend in der Arena Nova in Wr. Neustadt mit einem überraschenden 6:1,6:4,6:7(1),6:2-Sieg über Alex Bogomolow jr. im Länderkampf mit Russland die 2:0-Führung her. Zuvor gewann Jürgen Melzer über den Russen Igor Kunizyn.

Die Erleichterung war dem Niederösterreicher nach dem vierstündigen Auftaktmatch anzusehen. Melzer sorgte mit dem 6:2,6:7(3),6:4,3:6,6:1-Sieg über Kunizyn für den so wichtigen ersten Punkt für die ÖTV-Auswahl

Das Match hatte für Melzer programmgemäß begonnen. Nach einem 16 Minuten dauernden Game schaffte er das erste und entscheidende Break zum 3:1. Im zweiten Satz hatte er bei 6:5 und 0:40 drei Bälle zur erlösenden 2:0-Satzführung. Doch Kunizyn zeigte einmal mehr seine mentale Stärke. "Da hat er fünf unglaubliche Punkte gespielt", erinnerte sich Melzer, der zähneknirschend das 1:1 in Sätzen hinnehmen musste.

Im dritten Durchgang gelang es Melzer nach Break und Rebreak, seinem Gegner neuerlich den Aufschlag zum 3:2 abzunehmen. Diesen Vorteil ließ er sich nicht mehr nehmen, musste Satz vier aber dann auch nach weiteren 40 Minuten abgeben. Erinnerungen an die US Open wurden wach, als Melzer in der zweiten Runde in New York gegen jenen Kunizyn eine 2:1-Satzführung noch vergeben hatte und in fünf Sets verloren hatte.

Aber Österreichs Nummer 1 und Nummer 40 der Welt übernahm gegen den Weltranglisten-79. im letzten Satz von Beginn an das Kommando und stellte rasch auf 3:0. Bei 5:1, 30:30 befreite sich Melzer und servierte mit den Assen 22 und 23 zum Sieg aus.

Der Druck, der auf Melzer gerade in dieser Auftakt-Partie gelastet hatte, war groß. "Natürlich. Ich habe gewusst, ich muss diese Partie gewinnen, wenn wir den Länderkampf gewinnen wollen."