Erstellt am 06. März 2011, 21:22

Österreich unterliegt Frankreich 2:3. Martin Fischer verlor gegen Chardy in vier Sätzen. Vom 16. bis 18. September geht es für Österreich nun im Play-off um die Weltgruppen-Zugehörigkeit

Österreichs Tennis muss weiter auf die erste Teilnahme an einem Davis-Cup-Viertelfinale seit 1995 warten. Das ÖTV-Team hat am Wochenende in Hangar 3 des Flughafens Wien nach einem 0:2-Rückstand zwar auf 2:2 ausgeglichen, doch unterlag Martin Fischer im entscheidenden Einzel. Die Truppe von Gilbert Schaller muss nun zum neunten Mal in der Weltgruppe in Folge ins Play-off, spielt vom 16. bis 18. September. Die Zulosung des Gegners erfolgt am 12. Juli.

Nach dem Sieg des Doppels Jürgen Melzer/Oliver Marach am Vortag trumpfte Melzer am Sonntag im Topmatch der Begegnung mit einem 7:6(7),3:6,1:6,6:4,6:0-Sieg gegen Gilles Simon auf, nachdem er Mitte des vierten Satzes schon klar auf der Verliererstraße gewesen war. Der statt Stefan Koubek nominierte Fischer schaffte die Wende aber nicht mehr, verlor gegen Jeremy Chardy in 2:21 Stunden 6:2,6:7(4),3:6,3:6.

Der Weltranglisten-55. wurde damit zum Matchwinner des Vorjahresfinalisten, nachdem er erst eine Woche davor wegen der verletzungsbedingten Absage von Richard Gasquet nachnominiert worden war. Ehe er gegen Melzer und Fischer nur insgesamt einen Satz abgab, hatte Chardy heuer auf der ATP-Tour noch kein Einzelmatch gewonnen. Allerdings machte es ihm Fischer vor allem zum Anfang der Partie alles andere als leicht.

Im ersten Satz brauste der Vorarlberger mit Breaks zum 3:2 und 5:2 über seinen Gegner hinweg, obwohl dieser in der Weltrangliste 83 Plätze vor ihm liegt. Begeisternde Winner wechselten mit effektiven Stopps, auch von der Grundlinie ging Fischer mit seinem 24-jährigen Alterskollegen jedes Tempo mit. Die Halle tobte, der nicht mehr für möglich gehaltene Aufstieg schien durchaus möglich zu sein.

Auch im zweiten Satz legte Fischer ein Break vor, Chardy konterte aber postwendend zum 3:3. Vorentscheidend war jedoch wohl das Tiebreak des zweiten Satzes, in dem Chardy bei einer 5:4-Führung das entscheidende Mini-Break gelang und er den ersten Satzball nutzte. In Satz drei breakte Chardy zum 4:3 und 6:3, im vierten Durchgang zum 2:0. Als bei 1:4 ein Breakball Fischers am Netzband hängen blieb, war die Sache gelaufen.