Erstellt am 15. Januar 2012, 10:47

Österreichs Männer erreichten souverän WM-Quali-Play-off. Österreichs Handball-Männer haben Teil eins der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2013 in Spanien souverän absolviert.

Das österreichische Handball-Nationalteam beiim freundschaftlichen Länderspiel gegen Algerien in der Horner Sporthalle (30:28). Foto: BERND DANGL  |  NOEN, Bernd Dangl
Am Samstag feierte die favorisierte Truppe um Viktor Szilagyi in der ausverkauften Südstadt gegen Israel einen 31:22-(13:9)-Erfolg und damit den vierten Sieg in der vierten Begegnung von Quali-Pool 1. Der Gruppensieger hat die größte Hürde aber erst vor sich: Am 9./10. bzw. 16./17. Juni stehen die entscheidenden Play-off-Spiele gegen einen Teilnehmer der am Samstag gestarteten EM an.

Vor rund 1.100 Zuschauern startete die Truppe von Patrekur Johannesson gestützt auf eine solide Abwehr ideal und führte nach acht Minuten 6:2. Durch Unkonzentriertheiten in der Offensive brachte man sich aber um einen klareren Vorsprung und ließ die Gäste wieder bis auf zwei Tore herankommen (7:5/15. und 9:7/22.). Schließlich brach sich die größere Klasse der Gastgeber, die in der ersten Hälfte zumeist auf die Stammspieler setzten, aber ihre Bahn, spätestens zur Halbzeit war die Partie eigentlich gelaufen.

Nach dem Seitenwechsel vertraute Österreichs isländischer Teamchef Johanesson in seinem vierten Bewerbsspiel fast ausschließlich der zweiten Garnitur, auf die Überlegenheit der Hausherren wirkte sich das aber nicht aus. Innerhalb von einer Viertelstunde zog man bis auf 23:15 davon und stellte Israel damit vor vollendete Tatsachen. Der höchste Vorsprung waren elf Treffer (31:20) kurz vor dem Ende (27.), bis auf Bozovic trugen sich alle Feldspieler in die Schützenliste ein.

"Ich will den Jungen immer möglichst viel Spielzeit verschaffen", erklärte ein zufriedener Johanesson seine personelle Strategie. Auch wenn ihm klar war, dass die größte Quali-Hürde erst genommen werden muss, zollte er einen Spielern Respekt. "Ich will die Siege nicht groß reden, aber auch nicht klein reden. Es war sicher ein gewisser Druck, diese Begegnungen zu gewinnen. Aber man kann die Aufgaben schlecht lösen oder gut lösen. Und wir haben sie gut gelöst", erklärte der 39-Jährige, der in den kommenden Tagen bei der EM in Serbien schon mögliche Gegner beobachten wird.

Werfer Östereich: Weber 8, Santos 7, Szilagyi, Ziura je 3, Wöss 2, A. Hermann, M. Hermann, Fölser, Schmid, Mayer, Posch, Schlinger, Lassner je 1.