Erstellt am 15. November 2011, 19:30

Österreichs U21 nur 1:1 in Bulgarien. Die österreichische U21-Nationalmannschaft hat am Dienstag in der EM-Qualifikation in Bulgarien ein 1:1 (0:1) erreicht.

Die EM 2013 in Israel ist für den ÖFB-Nachwuchs damit zwar praktisch nicht mehr erreichbar, zumindest wurde in Lowetsch aber die zweite Niederlage gegen die Bulgaren innerhalb einer Woche vermieden.

U21-Teamchef Andreas Herzog war mit der Leistung erneut nicht zufrieden. "Wir waren in den Zweikämpfen nicht robust genug. In den letzten Spielen war das einfach zu wenig. Da brauchen wir nicht von einer EM reden", gestand der Rekord-Internationale. "Der eine oder andere macht eine gute Entwicklung, aber einige sind auch in der Entwicklung stecken geblieben. Es geht um eine Endrunde, diesem Anspruch sind wir nicht gerecht geworden."

Herzog hatte gegenüber der 0:2-Heimpleite am Donnerstag in Wiener Neustadt lediglich Torhüter Jörg Siebenhandl durch Samuel Radlinger ersetzt. Dazu kehrte der zuletzt gesperrte Außenverteidiger Florian Hart auf Kosten von Stefan Schwab in die Mannschaft zurück. Wie schon zu Hause wurden die Österreicher durch einen nicht unhaltbaren 35-Meter-Weitschuss von Tonew früh kalt erwischt (12.), danach standen die Bulgaren sehr tief.

Die Österreicher hatten zwar mehr Spielanteile, klare Torchancen blieben aber Mangelware. Für den Ausgleich musste eine Standardsituation herhalten. Admira-Kapitän Dibon köpfelte nach Freistoßflanke von Mittelfeldspieler Raphael Holzhauser ein (78.). Danach waren allerdings die Bulgaren dem Sieg näher. Hannover-Ersatzkeeper Radlinger mussten mit zwei Paraden sogar den Punkt festhalten.

"In der entscheidenden Phase war unser Zweikampfverhalten nicht wie in einem Qualispiel. Das hat mich eher an ein Freundschaftsspiel erinnert", kritisierte Herzog. "Wenn sie so reingehen, wird der Traum vom A-Team für den einen oder anderen Spieler nicht in Erfüllung gehen." Bis zum nächsten Pflichtspiel am 5. Juni zu Hause gegen das punktlose Schlusslicht Luxemburg haben seine Kicker zumindest genug Zeit, an sich zu arbeiten.

Die Österreicher überwintern nach vier Quali-Spielen in Folge ohne Sieg auf dem enttäuschenden vierten Gruppenrang. Auf das Führungsduo Niederlande und Schottland, das jeweils ein Match weniger ausgetragen hat, fehlen der Herzog-Truppe drei Partien vor Schluss vier bzw. drei Punkte. Neben dem Gruppensieger qualifizieren sich nur die vier besten von zehn Gruppenzweiten für das Play-off.