Erstellt am 10. November 2011, 20:24

Österreichs U21 verliert 0:2 gegen Bulgarien. Die Fußball-U21-EM 2013 in Israel scheint für Österreich bereits zur Hälfte der Qualifikation außer Reichweite. Die Equipe von U21-Teamchef Andreas Herzog musste sich am Donnerstag in Wiener Neustadt Bulgarien mit 0:2 (0:2) geschlagen geben.

Die Tore durch Zwetanow (1.) und Kolew (8.) fielen nach Unzulänglichkeiten in der ÖFB-Abwehr bereits in der Anfangsphase.

Die Österreicher halten damit nach vier Spielen in Gruppe 10 lediglich bei vier Punkten. Tabellenführer Niederlande ist mit drei Siegen enteilt, nur die vier besten von zehn Gruppenzweiten qualifizieren sich für das Play-off. Sein nächstes Spiel bestreitet der ÖFB-Nachwuchs, der mit Admira-Kapitän Christopher Dibon und Deutschland-Legionär Daniel Royer über zwei Spieler mit Erfahrung im A-Team verfügt, am Dienstag in Bulgarien.

Im Hinspiel wurde er von den Bulgaren kalt erwischt. Zwetanow schoss bereits nach 35 Sekunden nach einer Hereingabe von links am Fünfer unbedrängt ein. Zwei Minuten später vergab Baldschiski völlig alleine vor Torhüter-Hausherr Jörg Siebenhandl vom SC Wr. Neustadt. Das 2:0 holte wenig später Kolew nach, der nach einem kurz abgespieltem Corner und Flanke von Zwetanow per Kopf traf.

Die Bulgaren überließen der in der Defensive ersatzgeschwächten Herzog-Truppe daraufhin das Spiel. Den Ballbesitz vermochten die etwas planlos agierenden Österreicher aber nicht in klare Torchancen umzumünzen. Ein Weimann-Schuss ging über das Tor (23.), ein Teigl-Kopfball bereitete dem Gäste-Keeper etwas Mühe (42.). Nach Seitenwechsel wurde derselbe auch von Schöpf geprüft (67.), Farkas schoss nach Doppelpass mit Elsneg daneben (88.). Die Bulgaren waren im Konter aber sogar gefährlicher.

Andreas Herzog (ÖFB-U21-Teamchef): "Man kann von der ersten bis zur letzten Minute überhaupt nicht zufrieden sein. Was mich am meisten enttäuscht, ist die Körpersprache in der zweiten Hälfte, da war überhaupt kein Aufbäumen zu sehen. Unser größte Stärke ist normal die Schnelligkeit in der Offensive. Um die haben wir uns selbst gebracht. Wir waren nach neun Minuten 0:2 hinten, danach haben die Bulgaren dicht gemacht.

Die Bulgaren waren heute einfach klar besser, es hätte sogar noch böser ausgehen können. Die Leistung war ganz schlecht, nicht nur von den Spielern. Ich habe dazu auch mein Schäuflein beigetragen. Vielleicht habe ich die Burschen zu offensiv aufs Feld geschickt. Es hat heute kein Spieler seine normale Leistung abrufen können. Ich habe sehr viel erwartet. Nach so einer katastrophalen Leistung von einer EM-Endrunde zu sprechen, wäre müßig."

Christopher Dibon (ÖFB-U21-Kapitän): "Wir haben es selbst verbockt. Wir sind von Anfang an nicht gut ins Spiel hineingekommen, haben immer wieder Konter zugelassen. Es war eine ganz schlechte Mannschaftsleistung. Wir müssen uns alle selbst bei der Nase nehmen und wieder aus dem Sumpf herausziehen. Wir haben viele Fehler gemacht und müssen sehr hart an uns arbeiten."

Daniel Royer (ÖFB-Offensivspieler): "Wir waren heute einfach sehr schlecht. Die Niederlage war verdient. Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen, waren zum Teil auch hektisch und ein bisschen ideenlos. Wir haben alles gegeben, aber es hat einfach viel nicht zusammengestimmt, bei mir auch nicht. Man müsste gut genug sein, sich auch ohne Spielpraxis hier wieder einzufügen."