Erstellt am 05. März 2014, 21:23

Österreichs U21 verlor 1:3 daheim gegen Albanien. Österreichs Fußball-U21-Nationalmannschaft hat am Mittwoch in Graz gegen Albanien überraschend mit 1:3 (0:2) verloren.

Die Hoffnungen der ÖFB-Auswahl auf eine Qualifikation für die EM 2015 in Tschechien erhielten damit ausgerechnet gegen das Schlusslicht der Gruppe 4 einen empfindlichen Dämpfer. Die Truppe von Teamchef Werner Gregoritsch präsentierte sich in Graz defensiv und offensiv von der Rolle und kassierte Gegentore von Enis Kavazaj (19.), Vasil Shkurtaj (43.) und Herolind Shala (57.). Der Ehrentreffer gelang Trainer-Sohn Michael Gregoritsch erst in der Nachspielzeit per Elfmeter (93.). Die Österreicher liegen zwar hinter Spanien weiter souverän auf Platz zwei der Tabelle. Die Gefahr, am Ende nicht zu den vier besten Zweiten der zehn Gruppen zu zählen, ist jedoch durch den Umfaller deutlich gestiegen.

Im September folgen noch das Heimspiel gegen Bosnien-Herzegowina und die Auswärtspartie gegen die Spanier. Danach schaffen es die zehn Gruppensieger sowie die vier besten Zweiten ins Play-off, in dem es dann im November 2014 um die EM-Tickets geht.

Albaner waren Österreichern zu quirlig

"Pflichtsiege gibt es nicht. Albanien ist ein ernst zu nehmender Gegner", hatte Teamchef Gregoritsch vor der Partie gewarnt. Und der Chefcoach sollte recht behalten, denn Albanien präsentierte sich von Anfang an als höchst unangenehmer Gast. Teamchef Skender Gega schickte seine Truppe mit einer perfekten Kontertaktik auf den Rasen, die Führung in der 19. Minute war dann durchaus verdient. Nach Pass von Shkurtaj zog Kavazaj ab, der Ball kullerte unter ÖFB-Tormann Christoph Riegler zum 0:1 ins Tor.

Die Albaner waren den Österreichern zu quirlig, zu eigenen Offensivaktionen kamen die Hausherren nur selten. Wenn überhaupt, dann wurde die ÖFB-Auswahl bei Standards gefährlich, wie etwa bei einem Kopfball von Gregoritsch (15.) oder einem Freistoß von Peter Zulj (40.), der seinen angeschlagenen Bruder Robert ersetzte.

Kurz vor der Pause folgte der nächste Rückschlag für die Österreicher. Die rot-weiß-rote Viererkette zeigte sich einmal mehr schlecht organisiert, Shkurtaj war zur Stelle und schob ins linke Eck zum 0:2 ein (43.). Nach knapp einer Stunde erhöhten die Albaner sogar auf 3:0 (57.). Ein Lochpass von Gjelbrim Taipi hebelte die ÖFB-Defensive aus, Shala ließ sich die Chance nicht nehmen und vollendete eiskalt.

Die Österreicher stemmten sich gegen die Pleite, fanden aber an diesem Abend nicht mehr in die Spur. Mehr als Halbchancen von Zulj (55.), Gregoritsch (60.) und Gernot Trauner (75.) sowie ein Elfmeter-Tor von Gregoritsch in der 93. Minute waren nicht drinnen.