Erstellt am 22. Januar 2012, 17:20

ÖSV-Biathleten in Antholz auf Platz drei. Die österreichische Staffel hat am Sonntag in Antholz den ersten Podestplatz für den ÖSV im Biathlon-Weltcup erobert

Deutschland sicherte sich mit 12,0 Sekunden Rückstand den zweiten Rang. Nach zuletzt schwachem Abschneiden boten die Österreicher im Quartett ihre bisher besten Leistungen. Eder, der das Massenstartrennen tags zuvor ausgelassen hatte, übergab nach nur einmal Nachladen als Dritter mit 9,1 Sekunden Rückstand auf Frankreich. Eberhard, der anstelle des pausierenden Christoph Sumann zum Einsatz kam, rechtfertigte seine Aufstellung mit nur zweimal Nachladen und einer starken Laufleistung. "Es freut mich, dass ich auf der Loipe mit Andi Birnbacher und Simon Fourcade mithalten konnte, die im Moment sicher zu den Stärksten zählen. Ich hatte super Material", sagte der Salzburger.

Routinier Mesotitsch, in dieser Saison noch der beständigste Österreicher, leistete sich zwar vier Fehler, hielt aber am Schauplatz von zwei seiner drei Weltcupsiege dank guter Laufleistung die Hoffnung auf die Top Drei am Leben. "Auf der letzten Runde war ich total am Anschlag", erklärte der Kärntner, der mehr als eine halbe Minute vor den viertplatzierten Russen übergab.

Landertinger wurde vom aufkommenden Jewgenij Ustjugow aber noch stark gefordert. Doch der Tiroler rettete im Finish den dritten Platz mit 3,6 Sekunden Vorsprung ins Ziel. Der Ex-Massenstart-Weltmeister war zuletzt von Selbstzweifeln geplagt, am Sonntag bewies er aber läuferisch und auch am Schießstand (nur zwei Fehler) Klasse.

"Ich dachte mir, wenn wir heute nur Vierter werden, dann schieß' ich mir ins Knie. Ich habe in der letzten Runde alles herausgeholt", sagte der Hochfilzener, der zunächst eine Attacke parierte und schließlich selbst erfolgreich angriff. Landertinger: "Ich wollte es nicht auf einen Zielsprint ankommen lassen. Gott sei Dank hat die Kraft gereicht. Ich könnte weinen vor Freude."