Erstellt am 22. November 2012, 13:51

ÖSV-Boarder haben wieder WM-Medaillen im Visier. Wie in La Molina 2011 soll fünfmal Edelmetall her. Im Weltcup der Damen ruhen die österreichischen Hoffnungen auf Julia Dujmovits aus Sulz (Bezirk Güssing).

Die 25-jährige Snowboarderin Julia Dujmovits aus Sulz beendete die Weltcup-Saison als Gesamt-Dritte. Damit erreichte Österreichs aktuelle Nummer eins ihr bislang bestes Karriere-Ergebnis auf dem Weg zu den Olympischen Winterspielen 2014 - Dujmovits' großes Ziel.  |  NOEN, Julia Dujmovits
Stoneham - nicht ganz zwei Monate vor den Weltmeisterschaften in Kanada (17. bis 27. Jänner) ist der WM-Austragungsort das Zauberwort im Lager der österreichischen Snowboarder. Zwei Jahre nach den (für die Parallelfahrer) ertragreichen Titelkämpfen in La Molina (zweimal Gold, einmal Silber, zweimal Bronze) sind die ÖSV-Athleten um Doppelweltmeister Benjamin Karl wieder voll auf Erfolg eingestellt. "Wunschziel sind fünf Medaillen", sagte Christian Galler, der sportliche Leiter für Snowboard im ÖSV.

Die Zeit zwischen dem ersten Parallel-Weltcuprennen am 21. Dezember in Carezza (Italien) und der WM ist denkbar kurz, die Nominierungen für das Trainerteam umso schwieriger. Darüber keine Gedanken muss sich freilich Karl machen, der als Titelverteidiger gesetzt ist.

"Ich will zumindest einen Titel verteidigen", erklärte der 27-jährige Niederösterreicher bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Wien. An der Vorbereitung in Neuseeland nahm Karl aufgrund einer bei einem Motorradunfall im Sommer erlittenen Knöchelverletzung nicht teil, "die Form wird aber von Woche zu Woche besser", betonte er. In der Vorsaison wurde Karl im Parallel-Gesamtweltcup von seinem Teamkollegen Andreas Prommegger entthront, das ÖSV-interne Duell dürfte in den kommenden Monaten seine Fortsetzung finden.

Bei den Damen ruhen die Hoffnungen auf der Sulzerin Julia Dujmovits und Marion Kreiner. In der Vorsaison musste sich Dujmovits im Gesamtweltcup Amelie Kober (GER) und Patrizia Kummer (SUI) geschlagen geben, nun soll erstmals der große Wurf gelingen. "Ich bin körperlich so fit wie noch nie und will den Gesamtweltcup", lautete die Ansage der 25-jährigen Dujmovits, die aber auch ihre erstes WM-Edelmetall im Visier hat. Auch Kreiner, die zuletzt von einer Wadenbeinverletzung gehandicapt war, will nicht zuletzt dank einer "sensationellen Vorbereitung in Neuseeland" bei der WM "zuschlagen".

Im Lager der Freestyler ließ der 20-jährige Niederösterreicher Clemens Schattschneider Anfang November beim einzigen Big-Air-Weltcupbewerb in Antwerpen bereits mit Platz zwei aufhorchen. Sein Blick ist bereits auf Olympia 2014 in Sotschi gerichtet, die Qualifikation im Slopestyle steht an. Weil die gesamte Weltelite beim Großereignis vertreten sein will, werden da auch jene Fahrer, die ansonsten mit den FIS-Bewerben nichts am Hut haben, zu Konkurrenten.