Erstellt am 30. Dezember 2011, 11:09

ÖSV-Herren wollen im Jänner den Turbo zünden. Mathias Berthold, der Cheftrainer der österreichischen Ski-Alpin-Herren, sah die Abfahrt am Donnerstag in Bormio als Spiegelbild der bisherigen Saison. "Okay, aber es wäre mehr möglich gewesen", sagte der Vorarlberger nach dem dritten Platz von Klaus Kröll hinter zwei Schweizern.

Nach 13 Bewerben halten die ÖSV-Herren bei zwei Siegen, zwei zweiten und sechs dritten Plätzen.

"Insgesamt habe ich im bisherigen Winter viel Licht und Schatten gesehen. Einige Athleten sind hinter ihren Möglichkeiten zurückgeblieben. Ich setze darauf, dass das Potenzial im Jänner ausgeschöpft wird", sagte Berthold, der hinzufügte: "Ich kann versichern, dass die Burschen extrem hart für den Erfolg trainieren."

In der Abfahrt nimmt Kröll nach dem Rücktritt von Michael Walchhofer wie erwartet die Nummer-eins-Position im Team ein. Der Steirer ist neun Punkte hinter Bode Miller Zweiter im Abfahrts-Weltcup, setzt sich die Latte mittlerweile aber sehr hoch. "Ein Podest ist zwar immer okay, aber ich wollte in Bormio unbedingt gewinnen." Für die weiteren Klassiker im Jänner in Wengen, Kitzbühel und Garmisch-Partenkirchen ist der 31-Jährige aber bestens gerüstet. "Ich weiß, dass Form, Material und Fitness passen. Jetzt muss ich es einmal so runterbringen, dass es für einen Sieg reicht", so Kröll, der vor einem Jahr in Wengen gewonnen hat. "Ich hoffe, dass es wie 2011 im Jänner so richtig zu laufen beginnt."

Den Anfang machen aber im Jahr 2012 die Techniker, am 5. Jänner erfolgt mit dem Slalom in Zagreb der Startschuss. Dabei wird auch Rainer Schönfelder wieder mit dabei sein. Berthold hat angekündigt, für Zagreb keine Veränderungen im Slalom-Team vorzunehmen. Im Gesamt-Weltcup geht der Norweger Aksel Lund Svindal als Nummer eins ins neue Jahr, ÖSV-Jungstar Marcel Hirscher weist aber als Zweiter lediglich 31 Punkte Rückstand auf.