Erstellt am 20. November 2012, 13:31

ÖSV-Springerteam bereit für weitere Erfolge. Alexander Pointner nimmt am Freitag in Lillehammer bereits seine neunte Weltcup-Saison als Cheftrainer der ÖSV-Skispringer in Angriff.

Mit den Weltmeisterschaften im Val di Fiemme, dem Gesamt-Weltcup, der Vierschanzen-Tournee und dem Skifliegen warten zahlreiche Ziele auf die Mannschaft des 41-Jährigen. Dass ihr Potenzial enorm ist, haben die Athleten in der Vergangenheit bewiesen. Gregor Schlierenzauer, Thomas Morgenstern, Andreas Kofler und Co. errangen seit 2004/05 insgesamt 99 Siege, schon am Wochenende könnte der 100. folgen.

Die Ansprüche an den Cheftrainer haben sich über die Jahre geändert. Was relativ klein begann, hat sich mittlerweile zu einem Team mit großem Stab ausgewachsen. Pointner ist der Manager, dessen Athleten auf allen Ebenen Triumphe gefeiert haben. Das System werde immer komplexer, die Erwartungshaltung wachse durch die Erfolge, weiß der Coach. "Man darf aber deshalb nicht erstarren, sondern muss die Dinge konzentriert in Angriff nehmen", betonte Pointner, der die Karriere und die dabei absolvierten vielfältigen Ausbildungen als "Lebensschule" für seine Athleten sieht. Nicht ergebnisorientiert denken, lautet das Motto, dem das Team auch 2012/13 treu bleibt.

Das ÖSV-Herren-Team hat bei der WM 2011 in Oslo alle vier Titel erobert (6 von 8 möglichen Medaillen) und bei der jüngsten Tournee die ersten drei Plätze belegt. Nur in der Weltcup-Gesamtwertung war mit Anders Bardal ein Norweger vor zwei Österreichern Spitze.

In der Vorbereitung musste die Herausforderung der neuen, engeren Anzüge gemeistert werden. "Veränderungen machen es interessant, wir sind im ÖSV bestmöglich aufgestellt, darauf zu reagieren", sagte Familienvater Pointner. Der Auftakt erfolgt gemeinsam mit den Damen, den Anfang macht am Freitag (16.30) die Weltcup-Premiere des Mixed-Bewerbs mit je zwei Damen und Herren.

Der Weltcup-Zweite und Tourneesieger Schlierenzauer hat zwei große Vorhaben "längerfristig" im Auge. Den Finnen Matti Nykänen als Allzeit-Besten des Weltcups vorerst einzuholen - dazu fehlen ihm sechs Siege - und den Einzel-Olympiasieg in Sotschi 2014.

Zu den ersten Herausforderern des Pointner-Teams zählen zwei Mannschaften mit Coaches aus Österreich. Der Tiroler Alexander Stöckl möchte in seiner zweiten Saison mit den Norwegern geschlossener auftreten als im vergangenen Winter. Beständige Spitzenleistungen sind das Ziel des Kleinwalsertalers Werner Schuster als DSV-Coach von Severin Freund, Richard Freitag und Sommer-GP-Sieger Andreas Wank. Weiterhin in der Spitze mitmischen will auch der vierfache Olympiasieger Simon Ammann (31/Schweiz) in seiner 16. Weltcup-Saison.