Erstellt am 05. Oktober 2013, 17:11

ÖTTV-Damen im EM-Viertelfinale ausgeschieden. Die österreichischen Teams bleiben in den Mannschaftsbewerben der Schwechater Tischtennis-EM ohne Medaille. Wie die ÖTTV-Herren am Vortag im Achtelfinale verloren am Samstag die Damen im Viertelfinale gegen Deutschland 0:3. In beiden Begegnungen zusammen reichte es nur zu drei Satzgewinnen. Liu Jia und Co. spielen nun am Sonntag um die Plätze fünf bis acht zunächst gegen Weißrussland.

"Wir haben großes Pech gehabt mit der Auslosung", brachte es Liu Jia nach der Niederlage auf den Punkt. Denn beide ÖTTV-Truppen kamen noch vor der Medaillenrunde auf die deutschen Titelfavoriten. "Die deutschen Damen sind klarer Favorit auf Gold", fügte die 31-Jährige an. Die DTTB-Equipe hat vier gebürtige Chinesinnen in ihren Reihen. Mit den Weltranglisten-Plätzen 32, 33, 35 und 38 verfügt sie über ein überaus kompaktes Team.

Für Ex-Einzel-Europameisterin Wu Jiaduo (38.) blieb gegen die Österreicherinnen ebenso kein Platz im Aufgebot wie für Petrissa Solja (57.). Die Spielerin von Linz AG Froschberg sah die klare 0:3-Auftaktniederlage ihrer Schwester Amelie Solja (50.) gegen Shan Xiaona (35.) von der Bank aus. Danach kam es zum Duell von Liu Jia mit Han Ying (32.). Dieses Mal wollte Österreichs Nummer eins gegen eine starke Verteidigerin endlich reüssieren.

"Sie hat auch sehr gut gespielt", lobte ÖTTV-Bundestrainer Liu Yan Jun danach der 1:3-Niederlage zum Trotz. Liu Jia bekam Han Ying im ersten Satz mit abwechselndem Spiel auf kurz und lang tatsächlich in den Griff, doch mit Fortdauer der Partie gewann ihre Gegnerin die Oberhand. "Mein Spiel gegen Verteidigerinnen klappt jetzt zwar schon besser, aber diesmal bin ich noch nicht über mich hinausgewachsen", resümierte die Weltranglisten-27.

In Match drei stand Sofia Polcanova (133.) gegen Kristin Silbereisen (33.) vor einem Achtungserfolg, ließ im zweiten Satz aber sechs Satzbälle aus. "Mein Kopf war da ausgeschaltet", hatte die seit einem Monat 19-Jährige keine Erklärung. Gegen Weißrussland will Liu Yan Jun mit der stärksten Aufstellung voll auf Sieg spielen, erst am Montag im zweiten Platzierungsspiel eventuell die 15-jährige Karoline Mischek in ihr erstes EM-Match schicken.