Erstellt am 07. Oktober 2013, 17:41

ÖTTV-Herren im Teambewerb der Heim-EM Neunte. Österreichs Tischtennis-Teams haben die Mannschaftsbewerbe der Tischtennis-EM in Schwechat am Montag mit einer positiven Bilanz abgeschlossen.

Die Damen landeten nach drei Siegen und zwei Niederlagen auf Rang sieben, am Ende stand ein 3:2-Erfolg gegen Polen. Die Herren kamen nach zwei Erfolgen und einer Niederlage auf Platz neun, zum Ausklang erhielt Spanien mit 1:3 das Nachsehen. Beide ÖTTV-Truppen spielten nicht in stärkster Aufstellung, um den Spielern in der derzeit zweiten Reihe erstmals EM-Spielpraxis zu geben. So blieben bei den Herren Robert Gardos und Chen Weixing auf der Bank. Daniel Habesohn rechtfertigte seine Nominierung mit zwei 3:2-Siegen, Feng Xioquan verlor sein Match 1:3. Nach seiner Niederlage gegen Marc Duran sieht der 26-Jährige seinen weiteren EM-Aufgaben entspannter entgegen, die Bedingungen sind keine Unbekannte mehr.

Habesohn tankte Selbstvertrauen

Habesohn bezog zudem aus seinen Siegen gegen Alvaro Robles und Duran Selbstvertrauen. "Das gibt mir gute Kraft", erklärte der Wiener. Schon am Dienstag muss er wie Feng in die Einzel-Qualifikation, am Freitag geht es mit Gardos in die Titelverteidigung im Doppel.

Während bei den Herren Stefan Fegerl auf Position drei einen 3:2-Sieg gegen Jesus Cantero beisteuerte, gab die in Österreichs Damen-Team als Nummer drei aufgebotene Karoline Mischek ihr EM-Debüt. Die erst 15-Jährige unterlag der routinierten Kinga Stefanska nicht unerwartet 0:3, das Ergebnis war aber zweitrangig. Coach Liu Yan Jun war zufrieden: "Sie hat keine Angst gehabt, war auch zweimal in einem Satz vorne."

Sofia Polcanova bot starke Leistungen

Starke Vorstellungen lieferte bei diesen Titelkämpfen bisher Sofia Polcanova. Durch die Nichtnominierung der wegen einer Schulterzerrung vorübergehend nach Linz heimgereisten Liu Jia rückte die 19-Jährige gegen die Polinnen im Teamgefüge zur Nummer zwei auf und war mit 3:2-Siegen gegen Natalia Partyka und Katarzyna Grybowska gleich wie Habesohn für den Team-Erfolg hauptverantwortlich.

"Gegen Polens Nummer eins habe ich sehr gut gespielt", lautete das Resümee der Froschberg-Spielerin nach dem Sieg gegen Partyka. Die liegt in der Weltrangliste als 81. doch 52 Plätze vor ihr. Polcanova beendet den Teambewerb mit einer persönlichen Bilanz von fünf Siegen und nur einer Niederlage. Bei Amelie Solja sieht es mit 2:5 nicht so gut aus. Gegen Polen gewann die 23-Jährige gegen Grybowska 3:1 und unterlag Partyka 2:3.

Am Dienstag ab 10.00 Uhr geht es in die dreitägigen Qualifikationen für die Individualbewerbe, es wird in Vierer- und Fünfergruppen gespielt. Für das Gastgeberland versuchen im Einzel sieben Herren und zwei Damen ihr Glück, dazu kommen drei Herren-Doppel. Die Gruppensieger stehen in den am Freitag startenden Hauptbewerben, dazu kommen ein paar "Lucky Loser". ÖTTV-Asse wie Liu, Gardos und Chen sind gesetzt.