Erstellt am 29. Mai 2012, 14:18

ÖVV-Beach-Teams hoffen auf Moralinjektion bei EM. Österreichs Beach-Volleyball-Herren wollen den Schwung vom Heimturnier in Baden in die EM ab Mittwoch in Den Haag mitnehmen.

Die Baden-Sieger Clemens Doppler und Alexander Horst haben mit anderen Partnern jeweils bereits EM-Medaillen gewonnen. Eine gemeinsame Topplatzierung wäre laut Ex-Europameister Doppler ein "Riesenboost" für den Rest der Saison. Hauptziel ist die Olympia-Qualifikation, die Ende Juni auf dem Programm steht. "Dem haben wir alles untergeordnet", sagte Doppler, der für die neue Zusammenarbeit mit Horst vom Verteidiger zum Blockspieler umfunktioniert worden ist. Minimalziel in den Niederlanden ist das Überstehen der Gruppenphase.

Ein "Blockmonster" ist der 31-Jährige noch nicht, das Duo will seine Punkte stattdessen mit druckvollem Service machen. "Wir haben beide gewusst, worauf wir uns einlassen", erinnerte Doppler. "Es gibt wenige Teams, bei denen das Service beider Spieler eine Waffe ist." Der Europameister von 2003 (mit Nik Berger) und 2007 (mit Peter Gartmayer) holte zuletzt 2010 mit Matthias Mellitzer Silber. Im Jahr davor belegte Horst mit Florian Gosch ebenfalls EM-Rang zwei.

Bei den Herren ruhen die Hoffnungen neben den beiden noch auf den als Nummer neun gesetzten Alexander Huber und Robin Seidl. Daniel Müllner und Jörg Wutzl gelten als Außenseiter. Doris und Stefanie Schwaiger haben ihren Olympia-Startplatz praktisch fix. Sara Montagnolli und Barbara Hansel liegen derzeit außerhalb der Quotenplätze, benötigen für das Ranking bis 18. Juni also noch Spitzenergebnisse. Im Vorjahr holte das Duo in Kristiansand überraschend EM-Silber.

Montagnolli war zuletzt von einer Entzündung im Achillessehnenbereich zurückgeworfen worden, die Tirolerin erhielt am Dienstag aber grünes Licht für einen EM-Start. Die Vorjahresfinalistinnen sind als Nummer fünf gesetzt, die Generalprobe in Baden ging nach der Verletzung von Montagnolli aber ebenso daneben wie jene der Schwaiger-Schwestern. Beide ÖVV-Duos kamen beim Heimturnier der kleineren Europaserie nicht über Rang fünf hinaus.