Erstellt am 12. September 2011, 13:35

ÖVV-Team muss sich Türken als Vorbild nehmen. Das österreichische Volleyball-Nationalteam der Herren hat in seinen beiden ersten Begegnungen bei der EuroVolley mit zwei 0:3-Niederlagen nicht die gewünschten Ergebnisse gelandet.

Gerade die jüngere sportliche Geschichte seiner Bezwinger Slowenien und Türkei sollte der ÖVV-Mannschaft den Weg zu künftigen Erfolgen aber aufzeigen. Besonders der türkische Weg sollte Vorbild sein.

Die vergangene EM fand 2009 am Bosporus statt, das Heim-Team schied in der Vorrunde sieglos aus. Nun präsentierte sich die Truppe von Veljko Basic schon viel stabiler. "Die Österreicher müssen nach vorne schauen und auf ihrem bisherigen Weg bleiben", meinte der Coach nach dem 3:0 über das Heim-Team. "Ich weiß, dass sie noch mehr Zeit brauchen, weil ich mit der Türkei in einer ähnlichen Situation bin. Sie wollen etwas aufbauen und das braucht seine Zeit."

Das slowenische Team ist noch einen Schritt weiter, spielte beim 1:3 gegen Serbien mit dem WM-Dritten zeitweise auf einem Level. Ihren ersten Sieg in der EM-Geschichte hatten die Slowenen nach zwei erfolglosen Turnier-Anläufen aber erst am Vortag gegen Österreich gelandet. Den Unterschied hat diesmal vor allem die internationale Erfahrung ausgemacht. Während viele slowenische und türkische Teamspieler im Ausland bzw. in starken Ligen spielen, traf das im ÖVV-Kader bisher nur auf Philipp Schneider zu.

Der 29-jährige Montpellier-Akteur war gegen die Türken auch der Träger des ÖVV-Spiels, doch machte das die Unerfahrenheit seiner Kollegen nicht wett. Erstmals spielten sie bei einer EM, erstmals vor 5.000 bis 6.000 Zuschauern. "Es war zu viel Hektik und Stress im Spiel", meinte auch ÖVV-Teamchef Michael Warm. "Ich bin aber froh, dass künftig zumindest vier Spieler in guten Ligen spielen werden. Sie werden dann jede Woche am Limit spielen müssen und sich entsprechend weiterentwickeln."