Erstellt am 13. April 2011, 00:00

Ohne Sturm wird die Austria Spaß haben. TIPP3 BUNDESLIGA / Der SVM muss in Wien Favoriten den Torerfolg anstreben. Ein 0:0 anzustreben, könnte fatal enden.

In der Zange: Martin Stocklasa (l.) und Legionär Nacho nahmen Michi Mörz am Samstag in die Zange. Der Mattersburg-Kapitän sah beim 2:2 Gelb-Rot und ist gegen die Austria gesperrt.FRANZ BALDAUF  |  NOEN
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VON BERNHARD FENZ

Disziplin, gepaart mit einem robusten Auftreten, ist das eine Schlagwort. Wenn die Austria den SV Mattersburg empfängt, trifft der Titelkandidat schließlich auf den Vorletzten – das ist meisterliche Spielfreude versus permanentes Überlebenstraining. Nur stören, beißen und kratzen wird aber nicht reichen, wollen die Burgenländer am Samstag mit einem Erfolgserlebnis (das wäre schon ein Punkt) die Heimreise vom Verteilerkreis antreten. Dessen ist sich Trainer Franz Lederer bewusst: „Ein 0:0 zu erwirtschaften, das schaffen heutzutage nicht einmal mehr die meisten italienischen Teams. Kapfenberg hat es am Sonntag vorgezeigt: Man muss treffen, um zu punkten.“ Also wird sich der Trainer mit seiner Mannschaft eine Taktik zurechtlegen, die neben dem Mauern auch das Basteln beinhaltet – am perfekten Konterstoß, um so die Austria zu ärgern.

„Wenn wir uns reinstellen,  haben wir schon verloren“

Einer, der sich vor dem Austria-Match Selbstvertrauen geholt hat, ist Ilco Naumoski. Er traf beim 2:2 gegen Ried erstmals seit Dezember 2009 wieder ins Schwarze („Es war ein wichtiges Tor, nicht mehr und nicht weniger“) und könnte in Wien im Zuge schneller Gegenstöße als entscheidender Assistgeber für seine schnellen Kollegen Großes vollbringen. So oder so ist für der 27-Jährigen klar: „Stellen wir uns nur hinten rein, haben wir gegen so eine Mannschaft praktisch schon verloren.“ Nun muss sich der gute Vorsatz nur noch auf dem Platz widerspiegeln. Fakt ist, dass die Burgenländer nach wie vor höchst unkonstant auftreten. Naumoski: „Die gesamte Mannschaft hat noch viel Luft nach oben.“

Zeigen, was tatsächlich in ihr steckt, das kann die Truppe in der kommenden Woche gleich dreimal – bei der Austria, dann am Mittwoch im Cup-Viertelfinale beim SK Rapid und dann am Samstag darauf daheim gegen den LASK. Physisch sollte der Dreierpack laut Lederer kein Problem sein: „Wir sind körperlich sehr gut drauf, außerdem ist der Kader groß genug – und es wird jetzt ohnehin ‚zwangsrotiert'.“ Ivan Parlov (fünfte Gelbe) und Michi Mörz (Gelb-Rot) sind gesperrt und „dürfen“ Kräfte sparen.