Erstellt am 22. Februar 2012, 00:00

Online – ein Dauerzustand?. „CONNECTED STADIUM“ / Bundesliga-Vorstand Georg Pangl holte sich in den USA einen Geschmack auf das komplett vernetzte Stadion.

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VON BERNHARD FENZ

Wer in Kansas City oder Dallas das dortige Stadion besucht, tritt in eine andere Welt ein – zumindest aus unserer Sicht: in die von „Cisco Connected Stadium“. Die Besucher benötigen nur ein Smartphone – also ein Handy mit entsprechender Computertauglichkeit – und müssen sich anmelden. Ohne die Weitergabe persönlicher Daten geht es also nicht.

Ist das erledigt, checken die Fans in der Folge immer mittels Barcode-Scanner am Eingang ein und werden daraufhin durch das System und durch Gratis-WLAN permanent informiert und betreut. Live-Einspielungen aus dem Kabinentrakt, das Abrufen fünf verschiedener Kamerapositionen, Statements der Trainer und Infos sind nicht nur vor dem Anpfiff obligat, auch während und nach der Partie endet das Informationsangebot nicht. Bundesliga-Vorstand Georg Pangl war als „Vice-Chairman“ des Media- und Marketingkomitees der europäischen Profiligen vor Ort und machte sich ein konkretes Bild. Das Resümee des Stotzingers fällt euphorisch aus: „Einfach sensationell – die Fans werden informiert, aber auch animiert. Das ist die Zukunft.“

In den USA ist der besagte Trend stark im Kommen, europaweit experimentieren bereits Real Madrid oder Paris Saint Germain damit. Und in Österreich? Pangl bezeichnet Salzburg, Rapid und Austria als sehr interessiert. „Auch für Sturm könnte das ein Thema sein, Ried ist auf diesem Sektor ebenfalls innovativ. Wir wollen den Vereinen langfristig gesehen ein maßgeschneidertes Konzept präsentieren und ein gutes Paket anbieten. Der Schritt zahlt sich aus, die Wirtschaftlichkeit des Fußballs wird so weiter gesteigert.“

„Wollen die Entwicklung  nicht verschlafen“

Inwieweit die Tipp3-Bundesliga-Stadien einmal komplett vernetzt sein werden, bleibt abzuwarten. Trotzdem stellt Pangl klar: „Wir wollen die internationale Entwicklung nicht verschlafen und unbedingt dranbleiben.“

In Mattersburg ist das künftig mögliche System übrigens bislang kein Thema.

Georg Pangl (Mitte) übergab in Kansas den Scheiblhofer-Bundesliga-Jubiläumswein und sah das „Connected Stadium“.