Erstellt am 13. September 2012, 17:20

OSV-Präsident Schauer trat nach Causa Jukic zurück. Österreichs Schwimmverbandspräsident Paul Schauer hat seinen Rücktritt bekanntgegeben. Der 65-Jährige war für zwei Amtsperioden bzw. seit Mai 2004 im Amt.

Als einen Grund für seinen Schritt führte Schauer die aktuelle Entwicklung rund um die Sperre von Topschwimmer Dinko Jukic, der für den Fall der Wiederwahl Schauers sein Karriereende angekündigt hatte, an. Ursprünglich wollte er am OSV-Verbandstag am Samstag in Linz für eine dritte Amtszeit gewählt werden. "Das inzwischen unerträgliche Niveau der Diskussion um den österreichischen Schwimmverband, welches auf bewusst gestreuten Gerüchten und Verleumdungen fußt, hat eine Schmerzgrenze erreicht", sagte Schauer. "In Zukunft werde ich mich wieder verstärkt meinen beruflichen, privatwirtschaftlichen Aktivitäten und meiner Gesundheit widmen können."

Für Schauer sei nunmehr ein finaler Höhepunkt erreicht. "Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus hatten und haben im OSV während meiner Präsidentschaft keinen Platz. Ebenso lehne ich die mögliche Instrumentalisierung und Aktivierung derartiger Vorurteile für strategische Vorverurteilungen, im Interesse von persönlichen Zielerreichungen, kategorisch ab", führte er weiter aus.

Nachdem Dinko Jukic von der APA über den Rücktritt Schauers informiert worden war, gratulierte er dem scheidenden Funktionär indirekt: "Das ist die größte Leistung, die er in seiner Amtszeit gemacht hat", erklärte der Athlet des SC Austria Wien. Jukic ist von einem Verbandsgericht noch bis nächsten Sommer gesperrt, die Berufung darüber wird am Verbandstag behandelt.

Während sich Schauer nun also von der vordersten Front zurückziehen will, gab der Wiener Agenturinhaber David Ungar-Klein seine Kandidatur für das Amt des OSV-Präsidenten bekannt. Der 40-Jährige ist ehemaliger Schwimmer und hat mit dem Kongress com.sult u.a. die Schwimm-Stars Mark Spitz und Aaron Peirsol nach Wien geholt.