Erstellt am 04. März 2016, 06:09

von Bernhard Fenz

Pangl zu Infantinos Wahl: „Gratulation an Gianni“. Georg Pangl war als Generalsekretär der europäischen Profiligen (EPFL) am Freitag in Zürich live dabei.

Mit dabei: Der Stotzinger Georg Pangl war in Zürich vor Ort. Foto: Baldauf  |  NOEN, Franz Baldauf

Ein Stotzinger in der großen Fußballwelt? Da kommt der Name Georg Pangl (50) automatisch ins Spiel. Der ehemalige Top-Funktionär der UEFA Champions League und Ex-Bundesliga-Vorstand in Österreich verfolgte die FIFA-Präsidentenwahl des Schweizers Gianni Infantino, der Langzeitboss und Landsmann Sepp Blatter folgte, in Zürich hautnah.

„Hat sich authentisch und souverän präsentiert“

Pangl, mittlerweile Generalsekretär der EPFL (European Professional Football Leagues), kennt den langjährigen UEFA-Generalsekretär Infantino gut und sagt zur Bestellung des 45-Jährigen: „Gratulation an Gianni. Er hat sich bei der Wahl authentisch und souverän präsentiert.“

Laut Infantino gehe es nun unter anderem darum, das angekratzte Image des Fußball-Weltverbands FIFA wiederherzustellen. Zusätzlich soll die eine oder andere Attraktivierung für den globalen Fußball erfolgen – etwa die geplante Aufstockung von 32 auf 40 WM-Teilnehmer.

„Der Spielkalender ist so schon voll genug“

Pangl, der die Interessen der Profiligen in Europa vertritt, sieht diese Entwicklung kritisch: „Der Spielkalender ist so schon voll genug. Wir freuen uns auch nicht über die Erhöhung der EURO von 16 auf 24 Länder – für manche Spieler könnte das im Extremfall bedeuten, dass sie eine Woche später bereits mit ihrem Klub die Quali für einen europäischen Bewerb starten. Die Erholungszeit wird knapp.“

Übrigens: Letztlich chancenlos waren bei der Wahl (die im zweiten Urnengang ein Favoritenduell Infantino gegen Scheich Salman aus Bahrain wurde – 115:88) die beiden weiteren zu wählenden Kandidaten Prinz Ali bin al-Hussein aus Jordanien (4) und der Franzose Jerome Champagne (0).

In der Sache zeigte sich Georg Pangl aber speziell von Champagne angetan: „Er hat viel Wert auf die Ligen gelegt und hätte dem Fußball eine grundlegende Kur auferlegt.“ Offensichtlich gab es aber keine Lobby. Im ersten Wahlgang erhielt Champagne sieben Stimmen, im zweiten ging er dann komplett leer aus.