Erstellt am 28. August 2012, 14:02

Paralympics treten aus dem Schatten von Olympia. Die Paralympics treten in London endgültig aus dem Schatten von Olympia. Englands Königin Elizabeth II. wird wie einen Monat davor die Spiele der Nichtbehinderten am Mittwochabend (22.00 MESZ/live ORF Sport +) im ausverkauften, aber vermutlich verregneten Londoner Olympiastadion auch die XIV. Paralympischen Spiele eröffnen.

Rund 4.200 Athleten und Athletinnen aus 166 Ländern kämpfen vom 29. August bis 9. September in 20 Sportarten um Medaillen und Ehre, es sollen die bestbesuchten Spiele aller Zeiten werden. Österreichs 32-köpfige Mannschaft wird beim Einmarsch auch von Bundespräsident Fischer beklatscht.

Die paralympischen Spiele dürfen zwar die Olympischen Ringe nicht verwenden, haben sich aber mittlerweile von einem Anhängsel zu einem eigenständigen Großereignis entwickelt. 2,4 Millionen Zuschauer werden während der elf Wettkampftage in London erwartet, insgesamt ist das im Fernsehen wie noch nie präsente Event nach der Fußball-EM und den London-Spielen das drittgrößte Sportereignis des Jahres 2012.

Der ORF überträgt täglich entweder im Hauptprogramm ORF eins oder im Spartensender ORF Sport +, in Deutschland liefern ARD und ZDF über 65 Stunden. Das ist für die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender in Deutschland mehr als eine Verdoppelung der Sendezeit von Peking 2008. "Die Welt hat in Peking begonnen, die Paralympics wahrzunehmen, in London geht's jetzt richtig los", sagte Philip Craven, Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) der BBC.

Auch die Stars stehen mit Prothesen-Läufer Oscar Pistorius, dem früheren Formel-1-Piloten Alessandro Zanardi (Handbike) und der deutschen Diskus-Olympiasiegerin Ilke Wyludda bereits fest. Die britischen Gastgeber haben auch im Behindertensport 60 Millionen Euro investiert, um China in der Nationenwertung zu überholen.