Erstellt am 03. Juni 2015, 10:47

von Bernhard Fenz

Ohne Thonhofer in die Relegation. Der SC/ESV Parndorf hat sich am Dienstagabend einvernehmlich von Christian Thonhofer getrennt. Höchst brisant ist der Hintergrund dieses Schrittes so knapp vor der Relegation gegen Austria Klagenfurt: Der 30-Jährige wechselt ausgerechnet zu den Kärntnern.

Kein Parndorfer mehr: Christian Thonhofer wechselt ausgerechnet zum Relegationsgegner Austria Klagenfurt.  |  NOEN, BVZ
Der ehemalige Bundesliga-Profi suchte das Gespräch mit Obmann Gerhard Milletich, um ihn über seine Einigung mit Austria Klagenfurt zu informieren. Milletich wusste bereits davon, hatte auch schon die Vertragsauflösung vorbereitet.

Insofern hielt sich die Überraschung auch in Grenzen: „Ich bin davon bereits in Kenntnis gesetzt worden, jetzt wird mir auch einiges klar, warum Thonhofer ein vorliegendes Vertragsangebot nicht angenommen hat. Seine Leistungen waren im Saisonfinish auch nicht die allerbesten. Natürlich ist es für uns eine schwierige Situation, vor allem die Mannschaft zeigte sich irritiert.“

„Klagenfurt hat das clever gemacht“

Anfänglich hieß es übrigens, der Mittelfeldspieler würde mit Austria Salzburg in Verbindung gebracht, das war aber dann doch eine Falschmeldung – es handelte sich um Austria Klagenfurt.

Klar ist, dass Thonhofer in den Relegationsspielen (Freitag, 19 Uhr in Parndorf, Dienstag, 19.20 Uhr in Klagenfurt) für keines der beiden Teams auflaufen wird. Dass die Kärntner somit einen Leistungsträger des SC/ESV abwarben und die Nordburgenländer sportlich schwächten, muss Parndorf nun zur Kenntnis nehmen.

Trainer Richard Slezak: „Klagenfurt hat das clever gemacht. Sportlich ist das für uns ein unglaublicher Verlust. Thonhofer war ein absoluter Leistungsträger. Wir müssen jetzt kollektiv den Abgang wettmachen. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass uns dies gelingen wird.“

„Jetzt erst recht“-Devise gegen Klagenfurt

Davon ist auch Gerhard Milletich überzeugt: „Klagenfurt und Präsident Peter Svetits haben das sehr gescheit gemacht. Für uns gilt aber die Devise „Jetzt erst recht“. Natürlich wollen wir aufsteigen und uns durchsetzen, die Mannschaft wird für diese beiden Spiele entsprechend bereit sein.“

Ob der Obmann verärgert sei? „Ganz ehrlich, bei mir gibt es in dieser Hinsicht keine Emotionen. Das ist das Fußballgeschäft.“