Erstellt am 04. März 2015, 06:35

von Bernhard Fenz

Parndorf: Platz zwei, mehr geht nicht. Den Titel hat Absteiger SC/ESV Parndorf für das Frühjahr abgeschrieben. Was bleibt, ist ein wenig Spekulieren.

Realist: Parndorf-Chefcoach Richard Slezak sieht für das Frühjahr sportlich nur geringe Chancen auf Platz eins. Foto: Ivansich  |  NOEN, Ivansich
Am 28. Februar 2014 hat Parndorf als Aufsteiger in die Erste Liga nach einem 1:0-Sieg bei der Vienna zum Auftakt des Frühjahrs den Sprung auf Platz sechs der Tabelle geschafft. Der Rest ist bekannt.

Comeback nach Relegations-Aus gegen LASK

Fast genau ein Jahr später befinden sich die Nordburgenländer wieder in der Regionalliga Ost, letztlich reichte damals das sportliche Abschneiden nicht – als Neunter folgte im Juni das Relegations-Aus gegen den LASK.

Die Vienna stieg als Zehnter gleich direkt ab und kämpft nun (nachdem ein aufgrund finanzieller Schwierigkeiten angekündigter Lizenzantrags-Verzicht nun doch wieder zurückgenommen wurde) so wie der SC/ESV um den Wiederaufstieg.



Rein sportlich wird es aber für beide Teams schwer, zu souverän präsentierte sich Winterkönig Ritzing im Lauf der Meisterschaft.

Darum will Parndorf-Trainer Richard Slezak auch nicht zu übertriebene Prognosen abgeben: „Wir wollen weiterhin oben mitmischen, aber was Platz eins betrifft, bin ich Realist. Ritzing hat sich sportlich weiter verstärkt, ich glaube nicht, dass die noch von einer Mannschaft überholt werden.“

Für den (Lizenz-)Fall der Fälle gerüstet sein

Für den Absteiger gelte es demnach, möglichst noch die Vienna zu überholen – um theoretisch noch im Geschäft um den Aufstieg zu bleiben. Schließlich werden die Lizenzen für die Bundesliga erst vergeben. Sollten hier Ritzing und die Vienna theoretisch keine erhalten (und Parndorf schon), dürfte nicht mehr als einer der beiden Klubs vor dem SC/ESV liegen. Andernfalls gäbe es dann keinen Relegationsteilnehmer aus der Ostliga.

Also ist Platz zwei auch das logische Minimalziel, um die minimale Aufstiegschance über den Lizenz-Umweg zu wahren. „Wir müssen hier unsere Hausaufgaben machen. Das wird schwer genug, weil alle Ostliga-Klubs im Winter nicht geschlafen haben.“

Der Trend jedenfalls spricht für eine Besserung auf Seiten des SC/ESV. Nach der Trainer-Rochade im Oktober (Paul Hafner wechselte in die 1b, Richard Slezak stieg von dort auf) blieb Parndorf vier Spiele lang ungeschlagen. Slezak: „Ich gehe mit breiter Brust in die Saison und will das auf die Mannschaft übertragen. Dass wir Druck haben, vorne dabei zu sein, damit muss jeder Spieler klarkommen – das weiß auch jeder, der nach Parndorf kommt.“

Und der nach einer Lungenentzündung wiedergenesene Kapitän Roman Kummerer ergänzt: „Ich bin guter Dinge, dass wir uns mit der jungen Mannschaft jetzt weiter konsolidieren können.“

Die Ostliga-Spitze

1. Ritzing (39:20)   37 Punkte
2. Vienna (24:10)   31 Punkte
3. Parndorf (28:17) 27 Punkte

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Die erste Frühjahrs-Runde:

Freitag, 19 Uhr: Austria Amateure - Parndorf, Vienna - Admira Juniors; Samstag, 17 Uhr: Ritzing - Amstetten.