Erstellt am 30. August 2011, 14:01

Pogatetz: "Deutschland nimmt uns nicht ernst". Wie krass die Außenseiterrolle des österreichischen Fußball-Nationalteams im EM-Qualifikationsspiel am Freitag in Gelsenkirchen ist, hat Emanuel Pogatetz in den vergangenen Tagen aus nächster Nähe erfahren. Wie der Hannover-Legionär im ÖFB-Camp in Bad Tatzmannsdorf berichtete, wird in der deutschen Öffentlichkeit praktisch nur über die Höhe des Sieges diskutiert.

Wie krass die Außenseiterrolle des österreichischen Fußball-Nationalteams im EM-Qualifikationsspiel am Freitag in Gelsenkirchen ist, hat Emanuel Pogatetz in den vergangenen Tagen aus nächster Nähe erfahren. Wie der Hannover-Legionär im ÖFB-Camp in Bad Tatzmannsdorf berichtete, wird in der deutschen Öffentlichkeit praktisch nur über die Höhe des Sieges diskutiert.

"In Deutschland nimmt man uns nicht ernst", erklärte der Steirer. "Die Spieler schon, und Joachim Löw wird die Mannschaft sicher gut einstellen. Aber die Medien nicht. Niemand traut uns zu, dass wir auch nur einen Punkt mitnehmen. Medien und Fans erwarten drei Punkte, wenn möglich mit einem Schützenfest", sagte der Innenverteidiger.

Umso größer ist die Motivation, dem überlegenen Spitzenreiter in Gruppe A, der mit einem Sieg gegen die ÖFB-Auswahl fix das EM-Ticket lösen könnte, ein Bein zu stellen. Der 28-Jährige hat ein Rezept, wie gegen die Deutschen eine Überraschung gelingen könnte. "In erster Linie müssen wir versuchen, ihre Stärken zu unterbinden, ihnen keine Räume zu geben, damit sie nicht ins Spiel kommen. Vielleicht könnte es ein Problem für sie sein, wenn man sie früh unter Druck setzt. Aber viele Schwächen haben sie nicht, Deutschland gehört zu den besten Mannschaften der Welt", betonte Pogatetz, der eine Niederlage unbedingt vermeiden will.

Beweglich wird das Spiel der DFB-Elf aber vor allem durch deren Jungstars Mesut Özil, Mario Götze oder Thomas Müller, die für Pogatetz der Beweis für die hochwertige Nachwuchsarbeit in Deutschland sind.

Mit Österreichs derzeit teuerstem Spieler, Marko Arnautovic, trug Pogatetz in der Vergangenheit so manchen Konflikt aus. Mittlerweile hat der Deutschland-Legionär mit dem Werder-Bremen-Stürmer nach eigenen Angaben aber kein Problem. "Er hat sich die Einberufung durch seine letzten Leistungen verdient und kann eine Bereicherung fürs Team sein."