Erstellt am 25. Mai 2012, 15:44

Prödl voller Tatendrang: "Haben gute Mischung". Sebastian Prödl ist erstmals seit seiner am 21. Jänner 2012 erlittenen schweren Gesichtsverletzung wieder im Kreis der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft.

 "Die zwölf Tage mit dem Team sind wichtig. Ich glaube, wir haben eine gute Mischung", meinte der steirische Verteidiger, der auf eine ideale Vorbereitung auf die anstehende WM-Qualifikation hofft. Dass seine Wahlheimat Deutschland in Gruppe C außer Reichweite ist, daran besteht auch für den Werder-Bremen-Legionär kein Zweifel. Primär geht es daher um Tabellenplatz zwei. "Man muss sagen, dass wir in der Quali eine starke Gruppe erwischt haben. Wir müssen schauen, das Niveau von Schweden und Irland zu erreichen", stellte Prödl klar.

Um fit für die Quali zu werden, bestreiten die Österreicher bis zum Auftakt am 11. September in Wien gegen Deutschland noch drei Testpartien. Am 1. Juni wird gegen die Ukraine geprobt, fünf Tage später gegen Rumänien. Beide Partien finden in Innsbruck statt. Am 15. August steigt im Wiener Happel-Stadion die Generalprobe gegen die Türkei.

Beim Formulieren von Zielen ist Prödl zurückhaltend. Der 24-Jährige ist froh, nach seinem gegen Kaiserslautern erlittenen Joch-, Nasenbein- und Oberkieferbruch wieder voll auf der Höhe zu sein.

Sein Arbeitgeber Werder vertraute stets in Prödl und verlängerte seinen Vertrag an der Weser gleich bis 2015. Prödl schlug deshalb andere interessante Angebote aus, Namen wollte er keine nennen. Seinen steirischen Dialekt hat sich Prödl auch nach einigen Jahren in Norddeutschland noch bewahrt, punkto Einstellung ist er aber schon fast ein Deutscher. "Der Österreicher denkt immer, wenn man 80 Prozent gibt, reichen auch 80 Prozent zum Erfolg. Aber der Deutsche wird immer alles geben. Bei der Disziplin und beim Selbstvertrauen kann man sich viel abschauen."