Erstellt am 09. April 2013, 11:04

Punkt festgehalten, danke, Wiedersehen. Tipp3 Bundesliga | Das 0:0 in Wiener Neustadt war aus SVM-Sicht die spielerische Sicherheitsvariante – und so ist noch alles im Lot.

Unentschieden. SVM-Goalie Thomas Borenitsch sicherte sich in dieser Szene nicht nur den Ball, sondern fuhr mit seinen Kollegen (Alois Höller, unten) auch mit einem Punkt aus Wiener Neustadt zurück nach Mattersburg. Die Burgenländer erfüllten beim direkten Tabellennachbarn das Minimalziel. Foto: Baldauf  |  NOEN, Franz Baldauf
Von Bernhard Fenz

Keine Frage: Mattersburg hat spielerisch schon mehr überzeugt als am Samstag in Wiener Neustadt. Doch wen kümmert das in der jetzigen Situation? Trainer Franz Lederer jedenfalls nicht: „Es ist völlig egal, wie wir die Punkte holen. Und ja, natürlich haben wir in Wiener Neustadt eine echte Sicherheitsvariante gewählt.“
Nach der für den Coach des SVM „beinharten“ Ampelkarte gegen Ado Mravac beschränkten sich die Burgenländer schließlich primär auf das Verteidigen und das Wenig-Zulassen.

Dass Wiener Neustadt eine permanente optische Feldüberlegenheit hatte, störte die Gäste nicht. „Wiener Neustadt hat ja kein Offensiv-Feuerwerk gezündet. Wichtig war, die Räume eng zu halten und zwingende Chancen zu vermeiden.“

Ohne Risiko Neustadt hinter sich gelassen

Dass die Verteidigungslinie phasenweise unweigerlich zu tief stand und dadurch bei Ballbesitz wenig bis nichts nach vor ging, musste Lederer zur Kenntnis nehmen. „Natürlich hätten wir lieber einige konstruktive Vorstöße zustande gebracht. Allerdings wissen wir auch, dass die Neustädter im Konter gefährlich sind, daher war es nötig, nicht zu viel Risiko zu nehmen.“

Durch das 0:0 bleiben die Niederösterreicher weiter hinter dem SVM, der nach Admira und Wiener Neustadt nun den direkten Abstiegskampf verlassen und am Samstag daheim auf Meister Salzburg treffen wird.
„Da erwartet keiner etwas von uns“, so Lederer, der aber selbstverständlich weiß, dass seine Profis gefordert sind: Es gilt, eine gute Leistung abzurufen. Also stellt das Mattersburger Trainer-Urgestein auch klar: „Wir werden über unsere Grenzen gehen müssen, dann ist etwas möglich.“

Vor allem aber sollten die Burgenländer vor dem Tor endlich wieder konkreter agieren. Lederer: „Die Stürmer müssen locker bleiben und dürfen nicht verkrampfen.“ Aber auch die nötigen Vorlagengeber sind offensiv klarerweise entsprechend gefordert.

Personell stehen bis auf den gesperrten Ado Mravac alle Akteure der letzten Woche zur Verfügung.