Erstellt am 12. Dezember 2015, 20:28

von Bernhard Fenz

Punkteteilung in der Südstadt. Admira und Mattersburg beendeten das Spieljahr 2015 mit einem 1:1-Unentschieden.

 |  NOEN, Martin Ivansich
Die Südstädter verpassten nach zwei Siegen gegen die Burgenländer (2:1 daheim, 4:0 auswärts) den dritten Dreier in der aktuellen Saison, der SVM wiederum geht nach dem Schlussakt zumindest ungeschlagen in die Winterpause.
 
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ADMIRA – MATTERSBURG 1:1. Von Beginn weg war die Rollenverteilung in dieser Partie klar. Die Admira – mit den Positiv-Schüben eines 2:1 gegen Rapid und eines 1:1 bei Sturm gestärkt – übernahm das Kommando und zeigte sich speziell nach vorne aktiver als die Gäste. Mattersburg wiederum reiste mit dem 0:0 gegen Salzburg, allerdings auch mit einer Serie von sechs sieglosen Spielen am Stück, in die Südstadt und versuchte (wie schon zuletzt gegen den Meister), über ein kompaktes 4-1-4-1 hinten dicht zu machen und auf Gegenstöße zu lauern.

Das hätte in Minute vier gleich gefruchtet, aber ein gut angetragener Konter über Thorsten Röcher und Patrick Farkas brachte dann doch nichts ein. Die Farkas-Flanke konnte Stürmer Markus Pink nicht entsprechend verwerten.

Die optisch überlegenen Admiraner wurden wiederum in Minute 13 das erste Mal richtig gefährlich, als Markus Wostry den Ball auf die weite Reise schickte – und das Runde tatsächlich von Maximilian Sax gebändigt werden konnte. Mattersburg-Tormann Markus Kuster drängte den Offensivmann aber gut ab.

Standardsituation zur Führung, inklusive rascher Reaktion

Nach einem Heberversuch von Christoph Knasmüller aus mehr als 30 Metern neben das Gehäuse und einem Schuss von Markus Lackner (nach Freistoß von Srdan Spiridonovic) über das Tor durften sich die Spieler des Trainerduos Ernst Baumeister/Oliver Lederer aber dann doch über die durchaus verdiente Führung freuen. Und es war eine Standardsituation, die die Admira nutzen konnte. 35. Minute: Eckball von Daniel Toth, Kapitän Christoph Schösswendter löst sich, steigt hoch und scherzelt den Ball über den herausspringenden Kuster ins Netz. Gut sah der SVM-Schlussmann dabei nicht aus.

Doch die Führung der Niederösterreicher sollte nicht lange halten. Plötzlich begann nämlich auch der SVM, um einiges aktiver am Geschehen teilzunehmen. Was prompt mit dem Ausgleich in der 42. Minute belohnt wurde. Kapitän Patrick Farkas schickte Alois Höller, der gab den Assist zur Mitte, wo Markus Pink nach einer gefühlten Ewigkeit wieder mal ins Schwarze traf und mit dem wuchtigen Abschluss Goalie Jörg Siebenhandl keine Chance ließ. Es war übrigens der erste Treffer der Nummer 32 des SVM seit dem 4:2-Auswärtssieg bei Rapid am  29. August im Happel-Stadion.

Ganz wenige Höhepunkte in der zweiten Halbzeit

Die erste gute Gelegenheit nach Wiederbeginn fanden dann wieder die Heimischen vor, als Markus Lackner einen Spiridonovic-Corner per Kopf Richtung freies, langes Eck setzte – aber den Ball knapp über die Latte bugsierte.

Auf der Gegenseite war es Sven Sprangler, der einen Abpraller aus vollem Lauf übernahm und wuchtig aufs Tor brachte, allerdings zu zentral. So stand Siebenhandl noch im Weg.

Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Kräfteverhältnisse längst verschoben, beide Teams lieferten sich auch optisch ein gleichwertiges Duell, dem aber in dieser Phase die großen Torchancen fehlten. Mattersburg verteidigte kompakt, nützte aber bei den Gegenstößen die Räume nicht konsequent aus. Admira war gefällig, aber ohne den letzten Nachdruck für echte Gefahr. Einmal wurde es Spiridonovic im Zuge einer guten Aktion zu bunt, sein scharfer Schuss landete aber neben dem SVM-Tor (76.).

Admira-Megachance als finaler Aufreger 

 Dass den Fans der Gastgeber doch noch einmal beinahe der Torschrei über die Lippen ging, lag an einer Mega-Gelegenheit der Admira. 86. Minute: Freistoß Spiridonovic, Schösswendter und Maksimenko bringen den Ball im Zweikampfduell an Kuster vorbei und der lettische Teamspieler des SV Mattersburg klärt via Stange in höchster Not. Gerade die letzten Minuten brachten nämlich dann doch noch etwas (Admira-)Schwung ins Match, am Unentschieden änderte dieser Umstand aber letztlich nichts mehr.

Stimmen zum Spiel

Admira-Trainer Ernst Baumeister: „Mit dem Ergebnis und dem Spielverlauf können wir nicht zufrieden sein. Wir haben 90 Minuten lang auf ein Tor gespielt, aber da zu wenig in die Tiefe agiert, zu oft zu schön gespielt. Mattersburg hat dagegengehalten, war zweikampfstark und hat sich in dieser Hinsicht den Punkt verdient.“

Mattersburg-Trainer Ivo Vastic: „Wir haben uns diesen Punkt heute hart erkämpft. Unsere Antwort auf die Führung war eine schöne Aktion und ein schönes Tor. Nach der Pause hat die Admira aus dem Spiel heraus nicht mehr viele Chancen vorgefunden, war aber aus Standardsituationen gefährlich. Letztlich haben wir uns da drübergerettet.“ 

SVM-Torschütze Markus Pink: „Wir sind mit dem Ziel, drei Punkte zu machen, ins Spiel gegangen – und haben auch gut begonnen. Am Ende muss man aber mit dem Punkt zufrieden sein.“

STATISTIK

ADMIRA – MATTERSBURG 1:1 (1:1).- Torfolge: 1:0 (35.) Schösswendter, 1:1 (42.) Pink.
Gelb: Novak (86., Foul).
SR: Muckenhammer.-  BSFZ-Arena, 1.800.
Mattersburg: Kuster; Höller (74. Novak), Mahrer, Rath, Maksimenko; Jano; Farkas, Sprangler (72. Perlak), Prietl, Röcher (63. Ibser); Pink.
Admira: Siebenhandl; Ebner, Schösswendter, Wostry, Zwierschitz; Lackner, Toth; Sax (76. Bajrami), Blutsch (66. Grozurek), Spiridonovic; Knasmüllner (89. Schicker).