Erstellt am 19. Februar 2014, 23:59

Rapid im Blick, Union Berlin in Sichtweite. Tipp3 Bundesliga/2. Deutsche Bundesliga / Christopher Trimmel (26) konzentriert sich voll auf Rapid, trotz aller Berlin-Vorfreuden.

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Von Bernhard Fenz

Seit letzter Woche steht fest, wohin die sportliche Reise von Christopher Trimmel gehen wird. Der Mannersdorfer wird nach dieser Saison zum FC Union Berlin in die 2. Deutsche Bundesliga wechseln – nicht irgendein Verein.

Der 1. FC Union gilt über die Grenzen hinweg als Kultklub – ein durchaus wichtiger Aspekt für Trimmel: „Ich wechsle natürlich nicht nur deshalb dorthin, sondern weil das Paket für mich gepasst hat. Trotzdem ist es schön zu sehen, was für einen Stellenwert der Fußball dort hat.“

Auch hierzulande genießen die „Eisernen“, wie sie genannt werden, Sympathien, organisierterweise etwa durch den burgenländischen Fanclub „Eisernstadt“, bei dem auch der Ex-Mattersburger Jürgen Rauchbauer dabei ist. Dieser prognostiziert: „Der Wechsel in die 2. Bundesliga ist für Trimmel ganz sicher ein Fortschritt.“ Vor Ort hat sich der 27-Jährige bereits im Zuge eines Tagesausflugs alles angesehen und die Verantwortlichen getroffen. Vom etwaigen Mief eines kultigen, aber nicht mehr am letzten Stand stehenden Vereins, hat Trimmel nichts mitbekommen. „Trainer Uwe Neuhaus hat mir das Stadion an der Alten Försterei (Anm.: knapp 22.000 Plätze) gezeigt, ich habe auch schon einen Blick in die Kabinen geworfen.“ Fazit? „Eine sehr moderne Struktur.“

Nur gemeinsam ins Ausland 

Einfach so blind ins Ausland zu wechseln, wäre für den Mittelburgenländer aber nicht in Frage gekommen. Wesentlicher Aspekt: Freundin Arnela zieht mit nach Deutschland und unterstützt den noch 26-Jährigen (er feiert am kommenden Montag Geburtstag) vor Ort. „Hätte es hier Probleme gegeben, wäre das schon ein Grund für eine Absage gewesen.“

So aber steht dem Berlin-Abenteuer ab Sommer nichts im Wege. Bis dahin bremst Christopher Trimmel aber bewusst – und der Rapidler wirkt dabei durchaus glaubhaft. „Ich kenne die 2. Deutsche Bundesliga nur aus dem Fernsehen und beschäftige mich jetzt gar nicht damit. Das kommt alles ohnehin bald, jetzt konzentriere ich mich zu 100 Prozent auf Rapid. Ich bin keiner, der jetzt schon Gedanken an eine neue Aufgabe verschwendet.“

Zu wichtig ist die aktuelle Phase beim Rekordmeister. Nach der 0:2-Pleite bei der Admira muss am Samstag daheim gegen den Zweiten, Grödig, ein Sieg her, um nicht den Anschluss zu verlieren. Trimmel: „Wir sind auf einem guten Weg, daheim wieder eine Macht zu werden.“

Rückschlag: Am Sonntag gab es für den Mannersdorfer Christopher Trimmel (l.) und seine Rapidler auswärs gegen die Admira (Rene Schicker, r.) nichts zu holen. Durch die 0:2-Niederlage riss der Rekordmeister ein Vier-Punkte-Loch zu Aufsteiger Grödig auf, auf den Rapid am Samstag nun im direkten Duell trifft. Gelingt ein voller Erfolg, könnte der Tabellendritte Rapid den Abstand zum Tabellenzweiten wieder auf einen Zähler reduzieren. Trimmel: „Wir haben das Zeug, um im Hanappi-Stadion wieder zu einer echten Heimmacht zu werden.“

Gerhard Möhsner