Erstellt am 02. Oktober 2012, 15:23

Rapid-Kapitän Hofmann will in Charkiw überraschen. Mit der am Wochenende eroberten Bundesliga-Tabellenführung im Rücken hebt Rapid am Mittwoch Richtung Ukraine ab, wo tags darauf das Europa-League-Duell mit Metalist Charkiw wartet.

Nach der 1:2-Heimschlappe zum Gruppenauftakt gegen Rosenborg Trondheim ist der Druck bereits groß. "Wir sind klarer Außenseiter, aber wir werden alles daran setzen, zu überraschen", sagte Kapitän Steffen Hofmann. Der deutsche Regisseur ist sich im Klaren, dass man sich mit dem verunglückten Start vor zwei Wochen im Geisterspiel im Hanappi-Stadion eine zusätzliche Last aufgeladen hat. "Sicher ist das eine unangenehme Situation. Wenn wir gegen Trondheim gewonnen hätten, wären wir in einer besseren Situation gewesen", erklärte Hofmann. "So sollten wir dort auf keinen Fall verlieren. Wir müssen auf jeden Fall schauen, dass die Null steht."

Das wird gegen die mit brasilianischen und argentinischen Legionären gespickten Ukrainer, die vor zwei Wochen in Leverkusen 0:0 spielten, zur Herkulesaufgabe. In der Vorsaison ging Salzburg im Achtelfinale der Europa-League zu Hause mit 0:4, auswärts mit 1:4 unter. Zuvor hatte schon die Austria in der Gruppenphase ein Heim-1:2 sowie in Charkiw ein 1:4 kassiert.

Zum vierten Mal in Folge muss Grün-Weiß in der Fremde antreten, bisher absolvierte man diese Mini-Tournee mit makellos weißer Weste (2:0 in Ried, 4:1 bei Allerheiligen/Cup, 2:0 in Innsbruck). Soll der vierte Auswärtssieg en suite her, dann "muss uns wirklich etwas gelingen", betonte Trainer Peter Schöttel. "Der Respekt ist groß, aber wir haben keine Angst. Wir wollen zumindest mit einem Punkt nach Hause kommen." Schöttel setzt nicht zuletzt auf die positive Atmosphäre im Team.

Odessa-Legionär Markus Berger räumt Rapid in der Ukraine durchaus Chancen ein. Mit den "Seemännern" zeigte der Salzburger Innenverteidiger am Samstag vor, wie es geht. Nach dem 1:1 im Heimspiel gegen Charkiw ist der 27-Jährige sicher: "Rapid hat eine Chance."