Erstellt am 25. Juni 2013, 15:13

Rapid muss künftig wohl kleinere Brötchen backen. Der SK Rapid muss dem selbst auferlegten Sparkurs im sommerlichen Transfergeschehen Tribut zollen.

Wie Sportdirektor Helmut Schulte im Rahmen einer Pressekonferenz am Dienstag verlautbarte, ist die Kaderplanung der Hütteldorfer derzeit abgeschlossen. "Wir werden versuchen, uns international zu qualifizieren. Aber man muss sich darauf einstellen, dass es vielleicht Rückschläge gibt", sagte Schulte. "Wir gehen mit dem Kader, den wir nun vorfinden, in die neue Saison. Wir sind von diesen Spielern zu hundert Prozent überzeugt", erklärte der Deutsche. Einzige "Zugänge" Rapids sind damit der von Salzburg für ein Jahr ausgeliehene Innenverteidiger Christopher Dibon sowie die nach ausgelaufenen Leihverträgen zum Rekordmeister zurückgekehrten Stephan Palla (Admira) und Brian Behrendt (Horn).

Ob solche Ansagen die kritische Anhängerschaft zufriedenstellen, bleibt abzuwarten. Die sportliche Leitung wurde jedenfalls nicht müde zu betonen, dass die junge Mannschaft die Unterstützung der Fans verdient habe. "Wir haben eine junge, entwicklungsfähige Mannschaft, die Spaß machen wird. Das ist die große Chance, die Zukunft einzuläuten", sagte Trainer Zoran Barisic. Und Schulte appellierte: "Es gibt einen Spruch: Jedem Menschen ist die Wahrheit zuzumuten. Diese ist, dass diese junge Mannschaft Unterstützung verdient."

Der erst im Sommer als Cheftrainer bestätigte Barisic betonte, die Vorgaben der Vereinsspitze "natürlich" mitzutragen. "Die Arbeit wird sehr hart sein, das ist uns bewusst. Aber wir sind überzeugt, auf dem richtigen Weg zu sein", meinte der Ex-Profi. Mit Kampfansagen an die Konkurrenz werde er sich trotzdem zurückhalten: "Es wird wichtig sein, nach außen hin den Mund nicht zu weit aufzumachen."

Für Rapid scheint der eingeschlagene Weg eine Art Gratwanderung. Mit Markus Heikkinen, Markus Katzer, Gerson, Stefan Kulovits und Thomas Prager verließen den Tabellendritten der abgelaufenen Saison mit Saisonende Liga-erfahrene Akteure. Dominik Starkl, Deni Alar und Michael Schimpelsberger sind noch dazu langfristig verletzt. Gefüllt wird der Kader trotzdem nur mit jungen Kräften aus dem eigenen Nachwuchs. Von den vor wenigen Wochen angekündigten Verpflichtungen eines defensiven Mittelfeldakteurs und eines Stürmers wird also abgesehen.