Erstellt am 23. September 2012, 18:31

Rapid nach 2:0 bei Ried erster Austria-Verfolger. Drei Tage nach der 1:2-Europa-League-Heimschlappe gegen Rosenborg Trondheim betrieben die Wiener in der neunten Runde der Bundesliga mit einem 2:0 in Ried Frustbewältigung und rückten bis auf zwei Punkte an Tabellenführer Austria heran.

Die Tore für die Hütteldorfer erzielten Burgstaller (31.) und Trimmel (84.) jeweils nach Vorlage von Hofmann. Trist bleibt indes die Heimbilanz der Oberösterreicher. In fünf Saisonheimspielen gab es in der einst als Festung bekannten Keine-Sorgen-Arena vier Niederlagen und nur einen Sieg, bei allen vier verlorenen Partien blieben die Innviertler zudem ohne Treffer.

Während bei Ried im Vergleich zum 1:1 in Salzburg lediglich Walch für Nacho kam, hatte Rapid-Coach Peter Schöttel sein Team an zahlreichen Positionen umgestellt. In der Innenverteidigung ersetzte Pichler den zuletzt fehlerhaften Gerson, Schrammel kam auf der linken Abwehrseite für Katzer. Der wechselte nach rechts und bildete dort ein "Duo" mit Trimmel, der wiederum nach vor rückte. Im defensiven Mittelfeld agierten Prager und Kulovits, Alar löste als Solospitze Boyd ab.

Von Verunsicherung war bei Rapid wenig zu bemerken. Die Wiener, die nach 30 Sekunden in Person von Hofmann gefährlich im Strafraum auftauchten, verzeichneten im mit 6.100 Zuschauern nicht ganz ausverkauften Rieder Stadion etwas mehr Ballbesitz und gingen nach gut einer halben Stunde auch in Führung: Nach einem Freistoß flankte Hofmann von rechts in die Mitte, wo der heranspringende Burgstaller aus wenigen Metern zum 1:0 einköpfte (31.).

Rapid war in einer ausgeglichenen Partie die effizientere Mannschaft, hatte Ried doch mehr gefährlichere Situationen zu verzeichnen. Kurz nach Anpfiff vergab Hadzic aus Kurzdistanz (2.), wenig später brachte Walch ebenfalls aus wenigen Metern den Ball nicht im Kasten von Königshofer unter (9.). Auch Gartler (20.), Schicker (30.) und Walch (39.) gaben Torschüsse ab - ließen dabei aber Konzentration oder Präzision vermissen.

Das Tempo und die Chancendichte blieben auch nach dem Seitenwechsel hoch. Mehrmals mussten Gebauer und Königshofer eingreifen, die größten Möglichkeiten ließen neuerlich die Hausherren ungenützt. Gartler scheiterte erst aus rund acht Metern (56.), wenig später vergab er nach einem Freistoß völlig allein vor dem Tor (63.).

In der 84. Minute dann das endgültige K.o. der Rieder: Nach einem Freistoß und dem folgenden Stanglpass von Hofmann präsentierte sich die Defensive unsortiert, Trimmel konnte völlig unbedrängt zum 2:0 einschießen.