Erstellt am 23. November 2012, 10:53

Rapid produzierte nächsten Europacup-Selbstfaller. Die Hütteldorfer schienen in Trondheim dem ersten Gruppenphasen-Sieg oder zumindest dem ersten Punkt ganz nahe, am Ende aber setzte es mit dem 2:3 gegen die Norweger die fünfte Niederlage im fünften Spiel der Gruppe K.

Wie schon beim 1:2 gegen Rosenborg im "Geisterspiel" im Wiener Happel-Stadion waren die Grün-Weißen über weite Strecken überlegen und schafften dennoch kein Erfolgserlebnis. "Wenn ich diese beiden Spiele betrachte und sehe, dass wir daraus keinen einzigen Punkt geholt haben, dann ist das unerklärlich. Selbst wenn ich bescheiden bin, hätten wir aus diesen Partien mindestens einen Punkt machen müssen", sagte Schöttel.

Die Rapid-Spieler wurden von manchen der über 600 mitgereisten Anhänger schon während des Spiels aufs Übelste beschimpft. Nach dem Schlusspfiff marschierten die Kicker deshalb sofort in die Kabine, der eine oder andere von ihnen kam aber noch einmal aus dem Stadioninneren zurück, um sich von den Fans zu verabschieden. Viele der Schlachtenbummler quittierten dies mit abfälligen Gesten, weshalb die Kicker nach wenigen Metern wieder kehrt machten.

"Wenn sie eh nicht wollen, dass die Spieler kommen, brauchen wir sie auch nicht hinzuschicken", meinte Schöttel kopfschüttelnd. "Egal, wie wir es machen, es ist immer falsch." Das Verhalten der Fans verstärke die Unsicherheit seiner Kicker zusätzlich. "Da ist es schwierig, Selbstvertrauen zu tanken."

Leidtragender der Fan-Beschimpfungen war unter anderen Thomas Schrammel, der in Trondheim sein erstes Pflichtspiel-Tor für Rapid erzielte. "Ich bin in der ersten Hälfte so extrem beschimpft worden, da muss ich nicht noch einmal zu ihnen hingehen", meinte Schrammel.