Erstellt am 16. November 2012, 19:08

Rapid sucht in Mattersburg Weg aus der Krise. Nach den Diskussionen über Missmanagement, Stadion-Problematik, Präsidenten-Rücktritt, Trainer-Entlassung oder Sportdirektor-Bestellung tritt Rapid am Samstag wieder sportlich in Erscheinung.

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Die Hütteldorfer müssen in Mattersburg ihre aktuelle Negativserie beenden, um nicht völlig den Anschluss an Austria und Red Bull Salzburg zu verlieren. Neun beziehungsweise sieben Punkte liegt Rapid hinter den beiden aktuellen Top-Clubs. Ein Blick auf die Formkurve lässt ein Anwachsen des Rückstandes vermuten, schließlich gelangen den Grün-Weißen in den jüngsten neun Pflichtspielen nur zwei Siege. "Wir stecken in einer schwierigen Situation und brauchen dringend Punkte, um oben dranzubleiben", gab Trainer Peter Schöttel zu, zeigte sich aber auch optimistisch: "Es ist möglich, dass wir bis zur Winterpause noch ordentlich punkten, und ich bin optimistisch, dass uns das gelingt." Zur Freude des Wieners fällt diesmal die Doppelbelastung durch die Europa League weg. "Endlich treffen wir einmal auf einen Gegner, der nicht ausgeruhter als wir ins Spiel geht. Daher dürfen körperliche Probleme keine Ausrede sein." Ein weiterer Vorteil für Rapid könnte sein, dass es bei den Mattersburgern zuletzt ebenfalls alles andere als rund lief, wie neun Runden ohne Sieg beweisen. "Sie stecken auch in einer schwierigen Situation, brauchen dringend Punkte, um sich von hinten abzusetzen. Daher wird es wie immer in Mattersburg ein intensives Spiel geben", vermutete Schöttel, der auf die verletzten Steffen Hofmann und Muhammed Ildiz verzichten muss. Sein Mattersburger Kollegen Franz Lederer kann abgesehen vom gesperrten Thorsten Röcher aus dem Vollen schöpfen und hofft auf eine angemessene Reaktion seiner Truppe nach dem 1:6-Debakel am vergangenen Samstag in Ried. "Wir haben die Dinge, die notwendig waren, aufgearbeitet", erklärte der Burgenländer. Warum der gegen Rapid seit sechs Partien sieglose SVM nach starkem Saisonstart zurückfiel, hat laut Lederer mehrere Gründe. "Wir hatten einige Verletzte, vielleicht war es auch die Zufriedenheit nach dem guten Auftakt." Dennoch ist der 48-Jährige optimistisch, dass der Abwärtstrend bald gestoppt wird. "So schnell es runtergegangen ist, kann es auch wieder raufgehen. Wir haben Qualität in der Mannschaft, das haben wir schon oft bewiesen", betonte Lederer.